Ein Mantra im Geschäftsleben  

  Wie wir uns selbst „bereichern"  

03.05.2011, 10:56 von Barbara Fromm

 

Seit langer Zeit heißt ein häufig wiederkehrendes Mantra im Geschäftsleben: „was bringt es?"

„Was bringt es?" Immer präsent, selten hinterfragt und ... oftmals hinderlich.

 



 

Nicht zuletzt an mir selbst erlebe ich die Frage „was bringt es?", sozusagen als „Vorbote" anstehender Entscheidungen und automatisch schließt sich eine bestimmt Richtung zu denken an. Wie viel Erfolg in Form von Geld, Bekanntheit, Ansehen, Macht bringt es, bringt also das, was ich tue oder vorhabe zu tun. Welchen Benefit habe ich davon? Und gewohnheitsmäßig geht der innere Blick nach außen in Richtung sichtbarer und wirtschaftlich messbarer Faktoren. Was bringt es heißt doch nichts anderes als: was bekomme ich für meine Aktivität? Irgendwie schwingt ein Deal mit. Ich tue etwas und das Umfeld belohnt es. Zumindest hoffe ich das. Und diese Haltung führt immer wieder mal zu Aktivitäten, die ich eigentlich, wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich mich frage, was ich wirklich, wirklich will, gar nicht tun würde.  Aber das vermeintliche und vermeintlich so wichtige Ergebnis „erfordert" es. Oft kann ich nicht einmal mit Sicherheit sagen, ob das gewünschte Ergebnis auch eintritt, dennoch zwinge ich mich, es zu tun - wegen des Ergebnisses eben.

Was auf der Strecke bleibt ist - die Freude.

Was nützen uns die besten materiellen Errungenschaften, wenn die Freude fehlt?

 

Alle Menschen, von denen ich gehört und gelesenen habe und die Großes vollbracht haben, haben es aus Freude getan - nicht aus Pflichtgefühl und auch nicht wegen des Geldes oder des Erfolgs.

 

Freude bereichert unsere Arbeit und unsere Beziehungen, Freude macht eine Kleinigkeit zu etwas Großem, Freude macht aus Langeweile Abwechslung, Freude ist - „das Salz in der Suppe".

Wenn sich also das nächste Mal die Frage  „was bringt es?" einschleicht, könnten wir eine klitzekleine Ergänzung vornehmen: „bringt es Freude?"

 

In diesem Sinne: erschaffen und bewahren wir uns die Freude.

Ach ja und noch etwas: Freude vermehrt sich enorm, wenn man sie verschenkt.

 






zurück



Ihr Kommentar

Name:
E-Mail:
Sicherheitsabfrage: Bitte addieren Sie 2 und 5.

 




ANZEIGE



Neues von unseren Beraterinnen

Gibt es den Gründerinnen-Typ?

Wie ausschlaggebend sind Charaktereigenschaften für eine Gründung? mehr...

Kein Ende für politisches Engagement

„Scheitern, besser scheitern, weitermachen ..."  mehr...

Ihre Waffe ist ihr Wissen

Wie Literaturagenten beim Schreiben und Vermarkten helfen mehr...

Gambia

Licht - Lebensfreude - Freundlichkeit - und -bumsters mehr...

Chaoslos ins neue Jahr

mehr...

Das Jahr ist schnell zu Ende

Von Fristen, Verträgen & Co. mehr...

Der Sprung ins kalte Nass

Wie Erfahrung im Ausland stark macht mehr...

Sterben 

Ein einschneidender Übergang mehr...

Was Männer wirklich über Frauen denken

... und wie sie zu Frauenverstehern werden können mehr...

Geschlechterspezifisch führen

Alle Blogbeiträge von Sigrid Meuselbach mehr...