Anregungen im Sommer

Forum in Berlin am 30.8., Frauenrat-Magazin, Modell: The TransitionNetwork, Grundtvig-Workshops

16.08.2012, 15:10 von Cornelia Sperling

Leben Sie in oder um Berlin? Dann kommen Sie doch zum Diskussionsforum am 30. August um 18 Uhr in die Weiberwirtschaft! Der Austausch über spannende Arbeitsmöglichkeiten, die Frauen im Prozess des Älterwerdens gefunden haben, inspiriert bei der eigenen Suche. Für alle, die die Diskussion an anderen Orten führen, habe ich einige Anregungen zusammengestellt.



Anregung 1: Magazin des Deutschen Frauenrates

„Ein Leben lang. Altern" ist das Schwerpunktthema des Magazins 3/2012. Zurzeit gibt es keine andere Publikation, die aus Frauensicht das Thema  Alter so facettenreich behandelt. Die 12 Artikel konzentrieren sich auf politische und wirtschaftliche Themen, aber es gibt noch mehr - mir hat z.B. der Artikel „Aussöhnung mit sich selbst" von Prof. Dr. Brigitte Dorst gut gefallen. Gegen den Trend, im Alter immer weiser, runder und toller werden zu müssen (was ja neuen Leistungsdruck erzeugt), formuliert sie als zentrale Aufgabe, zu lernen, „mit dem Unvollständigen, Unvollkommenen, Fragmentarischen des eigenen Lebens im Alter einverstanden sein zu können." www.frauenrat.de

Anregung 2: TheTransition Network

In den USA gibt es seit 12 Jahren ein Netzwerk für Frauen über 50: „The Transition Network - Embracing Change after 50". Die Feministinnen Charlotte Frank und Christine Millen gründeten es, als sie selbst mit dem Übergang in diese neue Lebensphase beschäftigt waren. „The Transition Network is a voice for women who continue to change the rules". Es gibt Peergroups, Veranstaltungen über neue Perspektiven, Newsletter und Blog. In den größeren Bezirken (z.B mehr als 1.000 Mitfrauen in New York) gibt es „The Caring Collaborative", ein Unterstützungsprogramm, das bei Krankheit die Unabhängigkeit der Frauen fördert. Ein interessantes Modell! www.TheTransitionNetwork.org

Anregung 3: Europäische Grundtvig-Workshops

Britta Küpper gab den Hinweis: „Liebe ‚Reife Früchtchen', wusstet Ihr, das die EU-Kommission die freiwillige Mobilität der 50+ Generation im Rahmen von Grundtvig-Freiwilligen-Diensten und Workshops fördert? Die Pauschalen decken nicht alles, aber viel ab. Und nebenbei: All-inclusive-Bildungs-Seminare in Europa (Reise, Unterkunft und Workshops zu informellen Lern-Themen) werden komplett gesponsert." Jetzt ist der Katalog der Grundtvig-Workshops von Sept. 2012 bis August 2013 veröffentlicht, es gibt sogar frauenspezifische Angebote in Ungarn, Polen und Frankreich. www.na-bib.de/grundtvig/workshops.html

Anregung 4: Diskussion am 30.8. und „Die Midlife-Boomer"

Die Information zum Diskussionsforum in Berlin am 30. August finden Sie hier: www.weiberwirtschaft.de/informieren/news/newsbeitrag/diskussionsforum-selbstaendigkeit-und-aktives-alter/

Anna Amedik hat auf das Buch „Die Midlife-Boomer - Warum es nie spannender war, älter zu werden" von Margaret Heckel (Edition Körber-Stiftung) hingewiesen. Das kann ich auch empfehlen - auf 200 Seiten gibt es viele Anregungen über die Entwicklungstrends in der neuen Generation 50plus. Anna A. suchte Hinweise auf Austauschforen für „die mit den neuen Drehbüchern, all die, die ganz neue Lebens- und Arbeitswege für sich entwickeln." Ich konnte ihr nur sagen: Wir müssen solche Foren schaffen, denn für Frauen gibt es zurzeit wenig. Ich bin gespannt, von neuen Initiativen zu erfahren!






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26.08.2012, 19:11
Jutta Willer
Ich kann noch eine Anregung geben. Auf www.frauenrat.de ist der Hinweis auf das "Zukunftsforum Altern" am 7.-9. September zu finden, in Wesseling nahe Köln. Der Deutsche Frauenrat veranstaltet eine kreative Diskussion zu den Themen: Altersbilder, Zukunft der Arbeit, Süche im Alter, Zivilgesellschaftliches Engagement und lebenslanges Lernen. Anmeldung ist noch möglich.


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Was machen die Frauen über 60, die noch Lust auf Arbeit haben - arbeiten sie weiter wie bisher? Fangen sie was Neues an? Was bedeutet für sie Ruhestand? Was können sie (sich)  leisten? Verwirklichen sie alte Träume?
Ich bin mit 61 Jahren mitten drin in diesem spannenden Prozess. Ich weiß von meinen angestellten Freundinnen, dass sie ab 60 ihre Arbeit am liebsten zum Mond schießen würden. Dagegen scheinen sehr kreative Menschen wie Künstlerinnen gar keine Altersgrenze für Arbeit zu kennen.
Ich möchte gern mehr über die Schritte anderer selbständiger Frauen erfahren, die Arbeit und Gestaltungsmacht auch mit 60 noch lieben und sich nicht in das traditionelle weibliche Rollenmodell von Pflege- und Enkel-Arbeit, Bescheidenheit und Seniorenkino einfügen. Meine Neugier auf ihre Erfahrungen speist diesen Blog.

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