Schuldenkrise und die „Königsdisziplin" der Geldanlage

Positiv über Geldanlage zu denken, fällt in diesen Tagen schwer

14.07.2011, 23:18 von Constanze Hintze

Was passiert mit dem Euro, wenn nun auch Italien ein finanzielles Hilfspaket in Anspruch nehmen muss? Nicht genug, dass die europäischen Länder enorme Staatsverschuldungen ausweisen, nun spitzt sich auch die Lage in den USA zu. Man fragt sich: Wo sollen überall die Milliarden herkommen? Dass private Anleger um ihr Vermögen bangen, ist mehr als verständlich. Ich kann Ihnen diese Sorgen leider auch nicht ganz nehmen.



Fakt ist aber auch: Die meisten Staaten haben sich am Kapitalmarkt verschuldet. Das ist auch per se nicht verwerflich. Im Gegenteil: Unser hoher sozialer Standard und Wohlstand hätten ohne Verschuldung niemals so schnell gedeihen können. Schulden in Maßen sind also gut. Letztlich sind Staatsanleihen auch eine Geldanlage für private AnlegerInnen. Dabei kommt es unverändert auf die Stärke der jeweiligen Volkswirtschaft an, wie sicher das Geld angelegt ist. Deutschland gilt als einer der besten Schuldner weltweit. Auch wir haben Schulden, aber die deutsche Wirtschaft glänzt und befähigt unser Land zum Schuldenabbau. Deshalb konzentrieren wir uns bei der sicheren Geldanlage auf diese Art von Wertpapieren.

Seien Sie zuversichtlich - ich bin es auch. Der „Untergang des Abendlandes" wird uns nicht bevorstehen, gleichwohl mit höheren Schwankungen an allen Kapitalmärkten zu rechnen ist. Natürlich kann niemand seriös die Zukunft vorhersagen. Doch wir wissen, für welche Herausforderungen wir uns heute wappnen sollten: Große Themen sind etwa Energie, Demografie und Gesundheit. Treffen Sie deshalb auch weiter Entscheidungen für Ihr Vermögen und Ihre Altersvorsorge, die langfristig ausgerichtet sind. Dabei spielen Sachwerte eine große Rolle. Sie schützen in aller Regel vor der Geldentwertung.

Doch ein Sachwert allein ist noch kein Vermögensschutz. Eine ausreichende Streuung und eine stetige Anpassung an das aktuelle Marktgeschehen sind unerlässlich.

Im Bereich der Kapitalanlagen gelten gemischte Fonds als die Königsdisziplin, da hier der Anleger selbst keine Vorab-Entscheidungen trifft und allein das Fondsmanagement entscheidet, wie hoch der Anteil der Renten und Aktien ist, in welchen Ländern diese gekauft werden und ob Währungen abgesichert werden. Die Erwartung der Anlegerinnen und Anleger ist sehr hoch an diese Fonds, weshalb es nur sehr wenige Top-Fondsmanager in diesem Bereich gibt.

 

Für nahezu jede Anlegerin und jeder Anleger ist eine Strategie, bei der zahlreiche Chancen flexibel genutzt werden, von großem Vorteil. Die dabei entstehende Streuung auf verschiedene Länder, Aktien und Währungen, kombiniert mit einem sorgfältigen Risikomanagement, stellt für mich bestmögliche Form der Vermögensanlage dar. Gute Anlagekonzepte können deshalb auch in der aktuellen Situation mit einem Plus im Ergebnis aufwarten.

 

Ganz wichtig: Vergleichen Sie die langfristigen Ergebnisse der Fonds, bevor Sie sich entscheiden! Natürlich ist eine gute Performance in der Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft. Aber: Was wirklich zählt, ist nicht, ob eine Strategie mal ein kurzfristiges Hoch mitgenommen, sondern wie sich das Fondsmanagement in Krisen bewährt hat. Denn diese Erfahrungen und Fähigkeiten sind gerade heute wieder sehr wertvoll.

 

www.svea-kuschel.de

 






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16.07.2011, 10:36
Andrea Blome
@ Birgit: Das ist eine gute Anregung zum Weiterdenken des Themas. Nutze die Sommerpause für Schwerpunkt-Ideen. Herzliche Grüße!

15.07.2011, 14:37
Constanze Hintze
Liebe Leserin - liebe Frau Tersteegen, da haben Sie natürlich VOLLKOMMEN Recht! Wir stehen in der Tat vor einem Wertewandel, der sich auch an den Kapialmärkten vollzieht. In meinem BLOG auf EXISTENZIELLE kann ich (leider) nur die Themen anreissen. Bei aller Schuldenkrise und Staatpleiten - und dazu haben wir genügend Beispiele in der Vergangenheit schon gesehen - war es aber falsch, sein Geld "unters Kopfkissen" zu tun. Auch war es falsch, zu resignieren. Richtiger war vielmehr, Ruhe zu bewahren und auch Sachwerte, wie BEISPIELSWEISE Aktien, für sich in Erwägung zu ziehen. Denn Unternehmensgewinne, vor allem der sog. Global Player, wachsen losgelöst von Staatsverschuldungen etc. Unternehmen erzielen Gewinne und Wachstum überall auf der Welt. Das war mein Anliegen, dass alle Anleger und Anlegerinnen darüber nachdenken. Und natürlich weiss ich, dass das nur EINE Lösung von vielen ist. Ihnen weiterhin alles Gute!

15.07.2011, 13:49
Birgit Tersteegen
sorry,aber diesen Artikel finde ich vollkommen "belanglos"! Wir stehen vor gewaltigen Umbrüchen und es wäre ziemlich EXISTENTIELL,diese genauer unter die Lupe zu nehmen und gerade für Unternehmerinnen Strategien zu entwickeln... Vielleicht wäre das ein Thema für einen-gerne "kontrovers" aufgebauten- Schwerpunkt?? Herzlichen Gruß! Birgit


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Die Lebensläufe von Frauen enthalten sehr häufig Brüche und Wendepunkte. Auch Männer leben nur noch selten die klassische, lineare Arbeitsbiographie: Studium, Auslandsjahre, Berufswechsel, Selbständigkeit, Sabbatical ... Das Leben ist voller Überraschungen - aber damit auch weniger berechenbar. Das ist das richtige Stichwort: Die Entwicklung an den Finanzmärkten lässt sich erst recht nicht einfach voraussagen. Constanze Hintze weiß, dass es darauf ankommt, auf Veränderungen vorbereitet zu sein. Und seine Finanzen so zu planen, dass sie sich an das Leben anpassen. 

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