Hurra!

Endlich Unternehmerin! Und jetzt?

16.07.2010, 21:45 von Angelika Kindt

Hurra, endlich Unternehmerin! Und jetzt? Es gibt soviel zu bedenken und viele Fragen. Eine davon: Was heißt es für Sie Unternehmerin zu sein?
Wie sehen Sie sich als Unternehmerin und wie sehen Ihre Kunden Sie? Warum ist das so wichtig?



Wenn Sie sich Ihrer Rolle bewusst und sicher sind, sind Sie selbstbewusst und klar. Das ist im Kontakt mit Kunden sehr wichtig. Wenn Ihre Klarheit hier nicht rüberkommt: Wie will Ihr Kunde verstehen, welchen Nutzen er von Ihrer Leistung hat? Holen Sie sich Feedback, denn Ihre Selbsteinschätzung ist eine Wahrnehmung, die von außen eine andere.

Wenn ich eine Rolle einnehme, dann besteht diese Rolle aus mehreren Segmenten. Beispiel: Sie sind Tochter, aber auch Mutter, Freundin, Autofahrerin, Radfahrerin, Geschäftsfrau, Ehefrau, Hundebesitzerin usw.

In einer meiner letzten Coaching-Sitzungen saß mir gegenüber eine junge Frau, die es geschafft hatte. Sie startete hoch motiviert mit einer exzellenten Geschäftsidee durch.

Sie berichtete mir, dass sie immer wieder Angst hat, wenn sie neue Kunden besucht. Von ihrer Idee ist sie sehr überzeugt, aber wie sie wirkt, ist ihr nicht klar. Sie hatte einige Male den Eindruck, nicht ernst genommen zu werden.

Ich fragte nach, wie ernst sie sich selbst nimmt. Sie hatte wohl mit einer solchen Frage nicht gerechnet, denn ihre erstaunte Reaktion war vielsagend. Sie war ziemlich irritiert und erzählte dann, dass sie sich manchmal klein fühlt. Das war ihr bislang noch nicht so klar.

Also Hausaufgaben: Welche Rolle spielen Sie als Unternehmerin gegenüber ihren Kunden? Am, besten malen Sie sich eine Torte auf und teilen Sie diese Torte in unterschiedliche Stücke auf: Verkäuferin, Führungskraft der Mitarbeiter, Partnerin, Einkäuferin usw. Wie groß fällt welches Stück auf und haben Sie keines vergessen???

Ich bin gespannt auf unsere nächste Sitzung und warte, was sie - meine Kundin - berichteten wird.

 

www.iakkindt.de






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24.07.2010, 10:00
manuela bernard
solche simplen übungen sind in der tat immer wieder sehr nützlich. allein die daraus resultierende mini-reflexion bringt einiges in gang. ich beobachte das phänomen der unklarheit bzgl der eigenen rolle selbst (oder gerade) bei starken frauen auch immer wieder. die haben nämlich in der regel viele verschiedene rollen intus - und manchmal eben zuviele. da sind zum einen die erwartungen des eigenen umfelds. aber auch die anforderungen, die man sich selber stellt. das ist dann hausgemacht und lässt sich durch einen kleinen check, ein innehalten erkennen und mitunter entsprechend ändern.

20.07.2010, 21:31
Barbara Kettl-Römer
Das habe ich auch bei meinen Recherchen für mein Buch "Wege zum Kunden" festgestellt: Gerade die Akquise macht vielen Existenzgründern Angst. Da stecken noch viele verinnerlichte elterliche Ermahnungen in einem: Insbesondere frau will nicht aufdringlich sein, sich nicht in den Mittelpunkt stellen, niemandem etwas "aufschwatzen". Mit diesen negativen Gefühlen behaftet kann frau im Akquisegespräch gar nicht selbstbewusst auftreten ... ich finde es sehr gut, wenn Sie bei Ihren Klientinnen das Bewusstsein dafür schärfen, dass Akquise nichts Negatives ist und ein Akquisiteur kein Bittsteller, sondern ein Marktpartner.

19.07.2010, 12:25
Jacqueline Schwope
Wie passend! Ich habe heute eine grosse Kundenpräsentation und mache mir jetzt gleich noch ein paar Gedanken zu mir ;-) Danke für den tollen Beitrag & herzliche Grüsse, JS

19.07.2010, 08:42
Anne Holler-Kuthe
Liebe Angelika, das gefällt mir alles sehr gut was Du machst. BPW ist mit der Messe ERFOLG Medienpartner der existentielle. Kennst Du Frauen: Unternehmerinnen und Selbständige, die auf der ERFOLG 2010 ausstellen wollen? Es sind noch ein paar Messestände frei. www.bpw-erfolg.de Herzliche Grüße von Anne


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Jede Existenzgründung ist mit einem Rollenwechsel verbunden und der hat viele Facetten. Wenn sich die berufliche Identität verändert, ist ein ganzes Leben in Bewegung. Zum Gründerin-Werden braucht frau Zeit. Um Idee und Konzept zu überprüfen, aber auch um Antworten zu finden auf die Fragen: Wer werde ich denn sein als Unternehmerin? Und auch das Hinweinwachsen in die Unternehmerinnen-Rolle ist ein Prozess, der sich in kaum einem Business-Plan abbilden lässt. Angelika Kindt berichtet in ihrem Blog aus ihrer Beratungs-Praxis, von Begegnungen und Ideen. Sie gibt Anstöße, um in neue Rollen zu finden.

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