Ansprüche von Innen und Außen
Frau M. arbeitet weiter an ihrer Rolle als Führungskraft und Selbstständige
Sie erinnern sich? Frau M. ist dabei, sich mit ihrem Mobilen Pflegedienst selbstständig zu machen und hatte viel darüber nachgedacht, wie sie ihre Erwartungshaltungen mit ihren Mitarbeiterinnen bespricht. Sie hat nun das erste Mal eigene Mitarbeiterinnen und den Anspruch an sich, eine „gute" Führungskraft zu sein.
Frau M. war bei einem weiteren Beratungsgespräch.
Was erwartet sie? Wichtig ist ihr vor allem die Information und Kommunikation untereinander, die gerade in diesem Berufsfeld so wichtig ist. Besonders wenn es um die Übergabe von Kunden geht. Sie erwartet von ihren Mitarbeiterinnen einen kundenfreundlichen Umgang mit den pflegebedürftigen Kunden, sie erwartet darüber hinaus auch, dass das Klima zwischen den Mitarbeiterinnen ein gutes ist. „Woher soll Motivation bei einer solchen schwierigen Aufgabe kommen, wenn hier keine gute Atmosphäre herrscht?"
In den Mitarbeiterinnen-Gesprächen ist ihr erneut deutlich geworden, wie anspruchsvoll ihre neue Rolle ist beziehungsweise wie viel unterschiedliche Hüte sie wann aufsetzen sollte. Zum einen nach innen als Ansprechpartnerin, Motivatorin, als diejenige, die Ziele vorgeben soll, die aber auch kontrollieren muss. Diese unterschiedlichen Erwartungen sind für sie noch nicht unter „einen Hut" zu bringen.
Nach außen muss sie agieren, um neue Kunden zu gewinnen, um mit Krankenkassen und Ämtern zu verhandeln, das ist eine völlig andere Rolle. Damit sich ihr Pflegedienst weiterentwickelt, muss sie sich viele gestalterische Gedanken machen, neue Ideen entwickeln und und und.
Frau M. braucht ihre Zeit, um ihre Ansprüche, die ihrer Mitarbeiterinnen aber auch der Kunden für sich so zu verbinden, dass sie am Ende des Tages mit sich selber zufrieden sein kann.
Wir werden uns erneut treffen. Ihre nächste Herausforderung: ein schwieriges Gespräch mit einer Krankenkasse vorzubereiten.
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