Ansprüche von Innen und Außen

Frau M. arbeitet weiter an ihrer Rolle als Führungskraft und Selbstständige

17.09.2010, 09:28 von Angelika Kindt

Sie erinnern sich? Frau M. ist dabei, sich mit ihrem Mobilen Pflegedienst selbstständig zu machen und hatte viel darüber nachgedacht, wie sie ihre Erwartungshaltungen mit ihren Mitarbeiterinnen bespricht. Sie hat nun das erste Mal eigene Mitarbeiterinnen und den Anspruch an sich, eine „gute" Führungskraft zu sein.



Frau M. war bei einem weiteren Beratungsgespräch. 
Was erwartet sie? Wichtig ist ihr vor allem die Information und Kommunikation untereinander, die gerade in diesem Berufsfeld so wichtig ist. Besonders wenn es um die Übergabe von Kunden geht. Sie erwartet von ihren Mitarbeiterinnen einen kundenfreundlichen Umgang mit den pflegebedürftigen Kunden, sie erwartet darüber hinaus auch, dass das Klima zwischen den Mitarbeiterinnen ein gutes ist. „Woher soll Motivation bei einer solchen schwierigen Aufgabe kommen, wenn hier keine gute Atmosphäre herrscht?"

In den Mitarbeiterinnen-Gesprächen ist ihr erneut deutlich geworden, wie anspruchsvoll ihre neue Rolle ist beziehungsweise wie viel unterschiedliche Hüte sie wann aufsetzen sollte. Zum einen nach innen als Ansprechpartnerin, Motivatorin, als diejenige, die Ziele vorgeben soll, die aber auch kontrollieren muss. Diese unterschiedlichen Erwartungen sind für sie noch nicht unter „einen Hut" zu bringen.

Nach außen muss sie agieren, um neue Kunden zu gewinnen, um mit Krankenkassen und Ämtern zu verhandeln, das ist eine völlig andere Rolle. Damit sich ihr Pflegedienst weiterentwickelt, muss sie sich viele gestalterische Gedanken machen, neue Ideen entwickeln und und und.

Frau M. braucht ihre Zeit, um ihre Ansprüche, die ihrer Mitarbeiterinnen aber auch der Kunden für sich so zu verbinden, dass sie am Ende des Tages mit sich selber zufrieden sein kann.

Wir werden uns erneut treffen. Ihre nächste Herausforderung: ein schwieriges Gespräch mit einer Krankenkasse vorzubereiten.

www.iakkindt.de






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Jede Existenzgründung ist mit einem Rollenwechsel verbunden und der hat viele Facetten. Wenn sich die berufliche Identität verändert, ist ein ganzes Leben in Bewegung. Zum Gründerin-Werden braucht frau Zeit. Um Idee und Konzept zu überprüfen, aber auch um Antworten zu finden auf die Fragen: Wer werde ich denn sein als Unternehmerin? Und auch das Hinweinwachsen in die Unternehmerinnen-Rolle ist ein Prozess, der sich in kaum einem Business-Plan abbilden lässt. Angelika Kindt berichtet in ihrem Blog aus ihrer Beratungs-Praxis, von Begegnungen und Ideen. Sie gibt Anstöße, um in neue Rollen zu finden.

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