Zwischen Vorlesungen, Blockseminaren und Hausarbeiten

Sind Studenten die besseren Unternehmer?

28.08.2009, 15:38 von Regina Ahrens

Irgendwie denken immer alle, Studenten wären faul. Liegt ja auch nahe bei den langen Semester"ferien". Viele Studierende nutzen diese Zeit aber zum Geld- und Erfahrungsammeln - machen (meist unbezahlten) Praktika, arbeiten bei Opel am Fließband oder kellnern am Münsteraner Hafen. Aber es geht auch anders ...



Mitten im Sommer - in der schönsten Zeit des Jahres - treffen einen oft die schlimmsten Schläge in die Magengrube. "Na, schon wieder frei? Studenten sind aber auch so was von faul!". Ja klar. Wer studiert hat oder noch dabei ist, hat sie schon öfter zu hören bekommen als ihm lieb ist, diese netten Kommentare. Aber es ist doch klar, dass diese armen Menschen in den Semester"ferien" nicht nichts tun.

Henrik zum Beispiel. Der gehört zwar zur Generation der gestressten Bachelorstudenten, macht aber trotzdem Praktika, hat einen Hiwi-Job an der Uni und engagiert sich nebenbei auch noch ehrenamtlich.

Oder Manuela. Die hat sich im vierten Semester ihres Romanistik-Studiums selbständig gemacht. Mit einem kleinen Büroservice. Sie macht Übersetzungen, aktualisiert französische Websites und telefoniert im Ausland rum, wenn ihre Auftraggeber sprachlich nicht weiter wissen. Zwischen Vorlesungen, Blockseminaren, Sprechstunden und Hausarbeiten managt sie so ihr eigenes Unternehmen.

Selbständig im Studium - was sind die Vorteile?

In den Semesterferien arbeitet sie mehr, in der stressigen Klausurenphase etwas weniger. Das tolle dabei: Sie verdient ihr erstes eigenes Geld und sammelt nebenbei auch noch Berufserfahrung. Und das nicht als unbezahlte, kaffeekochende Vollzeitpraktikantin, sondern als ihre eigene Chefin.

Sich in fremde Themen einarbeiten, den Tag frei aber sinnvoll einteilen und vor allem selbständig arbeiten - das können die meisten Studenten gut. Die Zustände an den Unis zwingen sie quasi dazu. Warum dann nicht auch gleich damit das eigene Geld verdienen?

Und wenn Sie erst einmal sehen wollen, ob das Ganze überhaupt etwas für Sie ist... Auch dann hat die Uni das richtige Angebot für Sie. In kostenlosen Seminaren, Workshops und Informationsveranstaltungen gibt es Tipps und Tricks zum Thema Selbständigkeit.







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Wie lange muss ich beruflich schon „fest im Sattel“ sitzen, bevor ich mich mit meiner Geschäftsidee selbstständig mache? Gar nicht. Regina Ahrens und Mareike Knue sind davon überzeugt, dass Gründungen während des Studiums oder direkt im Anschluss daran in vielen Lebenssituationen sinnvoll sind. Vielleicht sind Studenten sogar die besseren Unternehmer? Denn wer studiert, ist es meist gewohnt, sich selbst zu organisieren und vor allem zu motivieren. Außerdem: Wer schon im Studium sein eigener Chef ist, sammelt wichtige Berufs- und Lebenserfahrungen und kann nebenbei auf den Kellnerjob verzichten. Aber wie genau wagt man sich an das Thema heran? Welche weiteren Vorteile bringt eine berufliche Selbstständigkeit für Studierende? Hier gibt es Antworten auf diese und andere Fragen.

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