Viele Wege führen zum Unternehmertum

Ein Beispiel aus dem Mittleren Osten

12.01.2010, 19:34 von Sarah Eberhard

Im chinesischen Horoskop ist 2010 das Jahr des Tigers. Das möchte ich zum Anlass nehmen, Ihnen das Buch „Der weiße Tiger" von Aravind Adiga zu empfehlen. Balram Halwai ist Diener, Philosoph, Mörder - und Unternehmer ...



Einen Businessplan braucht er nicht, er besucht auch keine Kurse über Steuerrecht; er ist ein Self-made man. Als er erfährt, dass der chinesische Ministerpräsident nach Indien kommt, um das Geheimnis des dortigen Wirtschaftsbooms zu ergründen, beschließt Balram, dem Politiker einen Brief zu schreiben. Darin erklärt er, wie man wirklich Unternehmer wird, jenseits der glitzernden Vorzeige-Start-ups. Er erzählt dem Ministerpräsidenten seine Geschichte.

Nicht genügend Recht für alle

Dass er auf seinem Weg nach oben nicht immer im Sinne des Gesetzes handeln konnte, ist nicht verwunderlich. Während seiner Kindheit in der indischen Provinz macht er früh die Erfahrung, dass das Recht selten auf der Seite der Armen steht. Sein Vater, ein Rikschafahrer, stirbt im Krankenhaus, weil kein Arzt sich seiner annehmen will.

Vom Rikschafahrer-Sohn zum Großstadt-Chauffeur

Balram selbst gelingt es, nach Delhi zu ziehen. Dort findet er dank seiner Chuzpe schnell Arbeit: Als persönlicher Fahrer kutschiert er die Reichen und Mächtigen in einem Honda City durch den Großstadt-Dschungel. Schließlich wird klar, warum der Diener und Philosoph auf seinem Weg zum Unternehmer auch zum Mörder werden muss...

Die Geschichte vom weißen Tiger

Die Geschichte von Balram ist in mancher Hinsicht die eines klassischen Emporkömmlings. Gleichzeitig vermittelt sie einen aufschlussreichen, erfreulich kitschfreien Einblick in die indische Gesellschaft. Sie zeigt, wie unterschiedlich Unternehmertum und der Weg dorthin sein können - und ist dabei äußert spannend und unterhaltsam.

Zum Weiterlesen:

Buchcover

Aravind Adiga: Der weiße Tiger
ISBN: 978-3406576911

 

www.uni-muenster.de/AFO/






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Wie lange muss ich beruflich schon „fest im Sattel“ sitzen, bevor ich mich mit meiner Geschäftsidee selbstständig mache? Gar nicht. Regina Ahrens und Mareike Knue sind davon überzeugt, dass Gründungen während des Studiums oder direkt im Anschluss daran in vielen Lebenssituationen sinnvoll sind. Vielleicht sind Studenten sogar die besseren Unternehmer? Denn wer studiert, ist es meist gewohnt, sich selbst zu organisieren und vor allem zu motivieren. Außerdem: Wer schon im Studium sein eigener Chef ist, sammelt wichtige Berufs- und Lebenserfahrungen und kann nebenbei auf den Kellnerjob verzichten. Aber wie genau wagt man sich an das Thema heran? Welche weiteren Vorteile bringt eine berufliche Selbstständigkeit für Studierende? Hier gibt es Antworten auf diese und andere Fragen.

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