Chefin? Ja, gerne. Nur Wovon?

Über die Suche nach der Geschäftsidee

27.10.2009, 18:38 von Sarah Eberhard

„Ich sehe eine blühende Zukunft für Sie. Ich sehe Sie als Chefin!" Und damit wendet die Wahrsagerin ihren Blick ab von Esthers Hand und hin zu ihrer eigenen, die sie jetzt aufhält, um die Bezahlung in Empfang zu nehmen. Das Orakel von Ostbevern, so die verheißungsvolle Aufschrift auf dem Jahrmarkt-Wagen, macht auf jeden Fall ein gutes Geschäft. Ihre Zukunft blüht bestimmt. Aber Esther ist jetzt noch verwirrter als vorher.

 



Eigentlich hatte sie sich von der Wahrsagerin einen Hinweis erhofft, in welche Richtung ihre berufliche Zukunft gehen könnte. Natürlich glaubt Esther überhaupt nicht an sowas. Natürlich käme sie niemals auf den völlig absurden Gedanken, ein Horoskop zu lesen. Aber eigentlich ist das mit der Chefin gar keine so schlechte Idee. Unterordnen mag sie sich sowieso nicht gerne. Die Erfahrung hat sie in der Uni schon oft genug gemacht. Chefin also - nur wovon?...

Die künstliche Toiletten-Situation

Die besten Einfälle hat man ja bekanntlich auf dem Klo. Weil man dann nicht damit rechnet. Nun kann man sich leider nicht den ganzen Tag aufs stille Örtchen verziehen. Außerdem würde der Trick dann nicht mehr funktionieren. Aber man kann sich mithilfe verschiedener Kreativtechniken gezielt in eine Situation begeben, in der man auf neue Ideen kommt - quasi eine künstliche Toiletten-Situation.

Von hinten durch die Brust ins Auge

Besonders gut funktioniert die Sache, wenn man dafür ganz verschiedene Leute zusammenbringt (übrigens noch ein Argument gegen das echte stille Örtchen). Gut ist es auch, wenn diese Leute zunächst aneinander vorbei reden und dadurch Missverständnisse entstehen. Weil daraus nämlich völlig neue Gedanken hervorgehen können, die, wenn man sie nur richtig dreht, irgendwann wieder Sinn ergeben.

Die Bio-Rugby-Theo-Physio-Idee

Und so steht auf einmal Esthers Geschäftsidee fest, die ihr eine blühende Zukunft als Chefin bescheren wird. Sie hat etwas zu tun mit ihrem Biologiestudium, ihrem Hobby Unterwasser-Rugby, ihrer Mitbewohnerin, die katholische Theologie studiert, und ihrem Cousin, der eine Ausbildung zum Physiotherapeuten macht. Was genau, das wird hier nicht verraten. Die Konkurrenz schläft schließlich nicht. Bescheid weiß höchstens das Orakel von Ostbevern.

Tipp:

  • Wer sich einmal selbst in die künstliche Toiletten-Situation begeben möchte, kann sich bewerben für eine Teilnahme am Ideen-Mining.
  • Anregungen für die Weiterentwicklung der Geschäftsidee und andere hilfreiche Tipps gibt's in den Seminaren der Initiative Unternehmerin.





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Wie lange muss ich beruflich schon „fest im Sattel“ sitzen, bevor ich mich mit meiner Geschäftsidee selbstständig mache? Gar nicht. Regina Ahrens und Mareike Knue sind davon überzeugt, dass Gründungen während des Studiums oder direkt im Anschluss daran in vielen Lebenssituationen sinnvoll sind. Vielleicht sind Studenten sogar die besseren Unternehmer? Denn wer studiert, ist es meist gewohnt, sich selbst zu organisieren und vor allem zu motivieren. Außerdem: Wer schon im Studium sein eigener Chef ist, sammelt wichtige Berufs- und Lebenserfahrungen und kann nebenbei auf den Kellnerjob verzichten. Aber wie genau wagt man sich an das Thema heran? Welche weiteren Vorteile bringt eine berufliche Selbstständigkeit für Studierende? Hier gibt es Antworten auf diese und andere Fragen.

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