Stress, Stress, Stress
oder – zu viel Arbeit für zu wenige Leute
Es ist mal wieder so weit: Der Stress hat mich erwischt. Zwei meiner Kolleginnen sind weg, beide haben einen neuen Job gefunden. Mit beiden habe ich vorher eng zusammengearbeitet. Von beiden habe ich nun Aufgaben übernommen. Neueinstellungen brauchen schließlich Zeit. Und Geduld. Zwei Sachen, von denen ich bis dahin weniger haben werde …
Schließlich wird die Arbeit nicht weniger. Sie verteilt sich nur schlechter. Egal ob als Finanzbeamtin, Lehrerin oder selbständige Grafikdesignerin – solche Stressphasen kennt jede von uns. Manchmal ist es einfach zu viel Arbeit für zu wenige Leute. Und dabei muss es noch nicht mal unbedingt sein, dass Mitarbeiter oder Kollegen einen endgültig verlassen. Auch ein längerer Urlaub, Elternzeit oder Krankheit können zu Ausfallzeiten führen.
Wenn die Zeit an allen Ecken und Enden fehlt, hilft nur eins: Ruhe bewahren. Sich auf das Wesentliche konzentrieren. Entscheiden, was wirklich wichtig ist und was warten kann.
Was Sie tun können: Ihre Abwesenheit gut vorbereiten
Wenn Sie selbst bald einen längeren Urlaub planen oder den Job wechseln, können Sie aber auch mit einer guten Vorbereitung dazu beitragen, dass Mitarbeiter oder Kollegen wegen der zusätzlichen Arbeitsflut nicht verzweifeln. Indem Sie sich frühzeitig überlegen, was genau Ihre Aufgaben sind, welche davon in Ihrer Abwesenheit erledigt werden müssen und wie das geschehen soll. Natürlich sollten Sie auch so früh wie möglich abklären, welcher Ihrer Mitarbeiter oder Kollegen die Arbeit für Sie übernehmen kann. Eine detaillierte Liste mit möglichst verständlicher Erklärung erleichtert ihm oder ihr die Arbeit, wenn Sie weg sind.
Das gleiche gilt übrigens auch im Studium: Auch wenn ich in einer Arbeits- oder Seminargruppe zeitweise ausfalle, kann ich meine Kommilitonen entlasten, indem ich einige Dinge frühzeitig abspreche, Listen schreibe und Abläufe erkläre.
Natürlich kann nicht jede Abwesenheit lückenlos vorbereitet werden. Wenn Sie es einrichten könnten, sollten Sie sich aber die Zeit dafür nehmen. Schließlich sind Sie vielleicht als Nächste mit einer Vertretung dran.
Darum gilt auch grundsätzlich: Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Also: Wenn jemand sich bereit erklärt, einige Ihrer Aufgaben zeitweise zu übernehmen – egal ob im Privaten, im Studium oder im Beruf – können Sie sich mit Ihrem Abschied oder bei Ihrer Rückkehr mit einem kleinen Geschenk bedanken. Das muss nichts Großes sein. Das richtige Stichwort ist: Die Geste zählt!
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