Facebook

Den Datensauger erfolgreich abwehren und nutzen

29.04.2010, 13:33 von Sarah Janine Flocke

Ilse Aigner, Ministerin für Verbraucherschutz, hat in den vergangenen Tagen harte Kritik am Datenhandling des sozialen Netzwerks Facebook geübt. Die - vermutlich kommerziell motivierte - Weitergabe von Nutzerdaten wie Geschlecht, Fotos oder Standort an Dritte sei nicht hinnehmbar. Ändere Facebook nichts an seiner Strategie, wolle sie ihren Account löschen, drohte Aigner. 



Datenschutz ist zweifellos wichtig, besonders im Netz. Denn leicht verfangen sich dort höchstprivate Angaben und baumeln jedem Datensauger hilflos ausgeliefert im virtuellen Raum herum. Um sich vor diesem Szenario zu schützen, gibt es glücklicherweise noch mildere Abwehrmaßnahmen als mit dem Löschen eines Accounts komplett zu kapitulieren. Man muss nur wissen, wie es geht. Denn auch der fleißige Datensammler Facebook bietet so genannte Opt-Out-Methoden. Das bedeutet, dass die Grundeinstellungen erstmal den Zugriff auf viele der Nutzerdaten ermöglichen.

In den Account-Einstellungen kann man diesem aber widersprechen, indem man die Häkchen richtig setzt. Sobald Sie Ihr Profil bei Facebook eingerichtet haben, sollten Sie umgehend auf den kleinen Reiter „Account" ganz oben rechts auf der Seite klicken. Damit öffnen Sie ein Menü, aus dem Sie „Privacy Settings" auswählen. Unter den sich dann öffnenden Möglichkeiten klicken Sie zunächst „Profile Information" an. Für jeden einzelnen Unterpunkt können Sie nun entscheiden, wem dieser zugänglich sein soll. So können Sie beispielsweise Ihre Fotos nur Freunden, Freunden von Freunden oder sogar jedem interessierten Besucher anzeigen lassen. Ebenso verfahren Sie mit Angaben über Ihre Hobbys, Ausbildung und Berufsweg, politischen Einstellungen und Religionsangehörigkeit.

Wenn Sie in der Auswahl einen Schritt zurück gehen, können Sie die nächste Rubrik „Contact Information" auswählen und auch hier einzelne Angaben für einen bestimmten Kreis freigeben oder sperren. Einen genauen Blick verdient auch die Rubrik „Application and Websites", denn hier können Sie unter anderem sehen und kontrollieren, welche Informationen über Sie von Freunden weitergegeben werden dürfen. Es ist nicht unhöflich, hier Infos zu blocken, die Sie nicht verbreiten bzw. nicht erhalten möchten. Unter der Rubrik „Search" schränken Sie die Möglichkeit ein, dass Ihr Profil von externen Suchmaschinen wie beispielsweise Google gefunden und mit einigen Daten auch für User angezeigt wird, die nicht bei Facebook mit Ihnen befreundet bzw. dort gar nicht registriert sind.

Unangenehm ist für viele Nutzer das Chat-Tool, das seit einiger Zeit automatisch rechts unten im Bildschirmfenster aufpoppt, wenn man bei Facebook ist. Dort sieht man genau, welche Freunde gerade online sind, es sei denn, sie haben die offline-Funktion gewählt. Dies machen Sie, indem Sie das Chat-Kästchen anklicken und auf Optionen gehen. Dort gibt es die Möglichkeit, „offline" zu wählen und schon sind Sie nicht mehr in der Online-Liste Ihrer Freunde zu sehen.

Mit all diesen Einstellungen können Sie relativ gut kontrollieren, wer welche Ihrer Daten einsehen darf. Es empfiehlt sich aber, diese Einstellungen in regelmäßigen Abständen erneut zu prüfen. Denn erstens ändert sich eventuell etwas an Ihren Freigabewünschen und zweitens ändert Facebook hin und wieder die Kontrollmöglichkeiten.

Die Kontrolle schützt Sie allerdings nicht davor, dass Facebook Daten über Sie sammelt und schließlich für die Platzierung von Werbeanzeigen nutzt. Für Unternehmen bietet die so mögliche, zielgerichtete Anzeigenplatzierung allerdings große Vorteile, die sich auch für Ihr Marketing nutzen lassen.

 

www.flocke-kommunikation.de






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30.04.2010, 19:41
Janine Flocke
Hallo Frau Klemm, vielen Dank! Es freut mich, dass die Tipps Ihnen geholfen haben. Wenn Sie andere Fragen aus dem Bereich haben, können Sie mir das gern hier oder per E-Mail mitteilen, damit wir evtl. in kommenden Beiträgen darauf eingehen können. Viele Grüße, Janine Flocke

30.04.2010, 15:01
Katrin Klemm
Hallo Frau Flocke, das ist ein Tipp-Beitrag nach meinem Geschmack, praktisch und pragmatisch. Ich hab ihn sofort umgesetzt. Nachdem ich seit Wochen herumhühnere, mich mal damit zu beschäftigen, hat mich das jetzt ganze 5 Minuten gekostet. Wunderbar. Danke. Freu mich auf mehr so gute Tipps von Ihnen. Katrin Klemm


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Erst kamen die Blogs, dann Podcasts und Vodcasts und schließlich gesellten sich mit Xing, Twitter, Facebook und Co. auch noch soziale Netzwerke zu den neuen Anwendungen im Internet, die gemeinsam das Web 2.0 bilden. Das „neue" Web ist zwar auch noch nicht das Netz der unbegrenzten Möglichkeiten, entwickelt sich aber zunehmend zu einer interaktiven und kostengünstigen Spielwiese für alle, die sich und ihre Ideen unkompliziert kommunizieren möchten. Diese Eigenschaften machen PR und Marketing in Social Networks für kleine und mittelständische Unternehmen besonders attraktiv. Wie ein guter Start gelingt, worauf Sie achtgeben sollten und wie Sie die Web-Kommunikation in Ihre klassischen PR-Maßnahmen integrieren, beleuchten wir in unserem Blog. Darüberhinaus wollen wir Online-Marketingmaßnahmen wie elektronische Newsletter und Google-Adwords nicht vergessen und zwischendurch einen Seitenklick in diese Richtung machen.

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