Womit fange ich morgens am besten an?

„Sie als Expertin können mir bestimmt diese Frage beantworten." Mein Gegenüber wartete gespannt auf meine Antwort.

14.07.2011, 10:26 von christa beckers

Ich lachte innerlich, da ich genau wusste, was jetzt kommt.

„Soll ich jetzt morgens die E-Mails öffnen und lesen oder nicht?" - Bingo, die Frage aller Fragen.



Da gibt es nur eine Antwort: Jein.


Wenn Sie beruflich davon abhängig sind, morgens ihre Arbeitsaufträge für heute per Mail zu erhalten, dann müssen Sie morgens als erstes die Mails abrufen. Da gibt es keine Diskussionen. Punkt.

 

Ist es aber für Ihre tägliche Arbeit nicht von absoluter Bedeutung, dann sind Sie genau in dieser Zwickmühle:

Soll ich oder nicht? Welche Arbeitsmethode ist da der bessere Weg.

Meine Empfehlung dazu lautet:

1. Klären Sie für sich,  zu welchem Typ Mensch Sie gehören:

zu den selbstdisziplinierten, klar strukturierten, die auf das fokussiert sind, was jetzt ansteht.
Prima, dann haben Sie kein Problem, Sie können der Verlockung, im Internet zu surfen und viel Zeit zu   verlieren, widerstehen.

 

oder eher zu den an allen interessierten, die immer alles lesen und wissen müssen.

 

2. Dann klären Sie als nächstes für sich, ob Sie

morgens direkt gut konzentriert arbeiten können, oder

ob Sie doch so eine halbe Stunde brauchen, um richtig am Arbeitsplatz anzukommen.

 

Wenn Sie wissen, dass Sie morgens direkt gut konzentriert arbeiten können, dann nutzen Sie diese Zeit für Ihre Hauptaufgabe. Sehen Sie die Surfaktion, oder das Lesen der Mails als Belohnung nach getaner Arbeit.

Wenn Sie sich wohler fühlen, wenn Sie erstmal warmgelaufen sind, dann dürfen Sie durchaus eine begrenzte Zeit Internet oder Lesen vorne an stellen.

 

Also: beides ist richtig - erst surfen, dann arbeiten     oder erst arbeiten, dann surfen

Sie müssen herausfinden, was für Sie produktiver ist. Da gibt es keine allgemein gültige Regelung.

Mein Gegenüber schien erleichtert zu sein über die Wahlmöglichkeit. Und nach einer kurzen Pause sagte er: "Sie haben Recht, wenn erstmal schon was weggearbeitet habe, fühle ich mich deutlich wohler".

Geht doch ...

 

Liebe Grüße

Christa Beckers

www.organisation-im-buero.de

 

 






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15.07.2011, 22:01
Zamyat M. Klein
Da habe ich für mich eine sehr klare Entscheidung getroffen (die ich- ehrlicherweise- nicht IMMER einhalte, aber in der Regel): Da morgens meine produktivste Zeit ist, möchte ich die ersten 2-3 Stunden erst einmal "inhaltlich" arbeiten. Sei es, ein Seminar vorbereiten oder an einem Buch schreiben etc. Frühestens dann um 10:30 Uhr erst die E-Mails lesen. Denn: das hat meist Folgearbeiten im Gepäck. Auf manche E-Mails antworte ich sofort, für manche muss ich erst etwas klären, raussuchen, aufschreiben- und eh ich mich versehe, sind 1-2 Stunden rum. Wenn ich so den Tag anfange, bin ich frustriert und es nimmt mir den Schwung. Ein weiterer Grund ist auch, dass mich manche E-Mails sehr beschäftigen oder vielleicht sogar mal ärgern. Dann ist die Konzentration erst recht futsch. Daher habe ich bei einem solchen Anlass sofort in meinen Blog geschrieben: Nicht als erstes die E-Mails checken! Aber Sie haben sicher Recht: das lässt sich nicht verallgemeinern. Ich denke aber für die meisten ist es produktiver, das erst später zu machen. Man muss auch nicht sofort bei jedem Pling (das ich ohnehin abgestellt haben) sofort wieder rüberswitchen und schauen, wer geschrieben hat. Morgens- und dann wieder nachmittags würde auch komplett reichen. Dafür bin ich aber leider zu neugierig :-).


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Ordnung ist das halbe Leben! Das weiß jeder - nur, warum fällt es so schwer, Ordnung zu schaffen oder zu halten? Ordnung und Organisation können Spaß machen, leicht von der Hand gehen und die alltägliche Arbeit unterstützen, findet Christa Beckers. In diesem Blog bekommen Sie zu jeder organisatorischen Herausforderung eine passende Lösung. Das kann die richtige Arbeitsmethode, das optimale Selbstmanagementtool oder einfach ein kleiner Hinweis sein, wie etwas einfacher funktioniert - Methoden, Tipps und Tricks für Ihre Arbeitsorganisation und Ihr Büromanagement. Und wenn Ihre Lösung noch nicht dabei ist: einfach nachfragen.

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