Lust auf Arbeit mit 60

Von Stacheln und Spielräumen

30.06.2011, 23:49 von Cornelia Sperling

Arbeiten Sie gerne? Schon mal drüber nachgedacht, was Sie später, so mit 60, vorhaben? Weiter arbeiten wie bisher? Was Neues anfangen? Den Ruhestand einläuten? Alte Träume verwirklichen?
Für mich sind diese Fragen keine Zukunftsfragen mehr, ich bin nämlich 61 Jahre und drei Monate alt.



Obwohl ich die Inhalte meiner Arbeit nach wie vor spannend finde, entwickelte sich doch mit 60 der Stachel: Ich will Veränderung! Mehr Spielraum, um Neues auszuprobieren, mehr Regeneration nach Stress-Zeiten, einfach mehr Freiheit. Neben den Pflicht-Arbeiten möchte ich mehr Lust-Arbeiten in den Vordergrund stellen. 

Dieser Blog gehört zum Lust-Bereich. Schreiben ist eine Arbeit, die mir Spaß macht, für die ich aber bisher zu wenig Zeit fand. Gleichzeitig kann ich meine Neugier befriedigen: Wie gehen andere Frauen über 60 mit dem Thema Arbeit um? Ich weiß von vielen angestellten Freundinnen, dass sie ab  Ende 50 ihre Arbeit am liebsten zum Mond schießen würden, und auf die Verwirklichung dieses Wunsches konzentrieren sie sich dann. Und sehr kreative Menschen wie Künstlerinnen - die scheinen gar keine Altersgrenze für Arbeit zu kennen.

Ich möchte gern mehr über die Modelle anderer Frauen erfahren, die auch mit 60 Arbeit und Gestaltungsmacht lieben und sich nicht in das traditionelle weibliche Rollenmodell von Pflege- und Enkel-Arbeit, Bescheidenheit und Seniorenkino einfügen. Deshalb befrage ich sie für diesen Blog.

Platz für neue Träume schaffen

Karla T., 60 Jahre, seit 20 Jahren selbständig als Therapeutin, probiert seit kurzem aus, die Arbeitszeit einzugrenzen. Denn mit mehr Erfahrungen wird frau ja besser und auch mehr nachgefragt, und -schwups- ist die Woche bis oben hin zugepackt. Sie probiert das Monats-Modell: drei Wochen arbeiten, eine Woche frei. Das klappt gut, da sie ja die Termine mit ihren Klienten abspricht. „Was ich aber festgestellt habe: Meine drei Arbeitswochen sind jetzt manchmal dichter als vorher. Da muss ich echt aufpassen, ich will ja die freie Woche nicht nur zur Regeneration, sondern für Aktivitäten, die mich nähren."

Karla hat die Erfahrung gemacht, dass alte Träume gründlich hinterfragt werden müssen. Sie war kurz davor, einen langjährigen Traum zu realisieren: mit der Therapie-Praxis auf ihre Lieblings-Ostsee-Insel umzusiedeln. Sie war schon kurz davor, die Zelte in der Großstadt abzubrechen. „Dann kam der Umzug doch nicht zustande. Jetzt bin ich heilfroh, dass es nicht geklappt hat und Platz für neue Träume ist."

Ich kann gezielter auswählen!

 Für Carola E., 61 Jahre, Changemanagement-Expertin, stellte sich schon mit 50 die Frage, wie sie weiterarbeiten will. Nach einem Sabbat-Jahr ging sie erst einmal in den Konzern zurück, in dem sie schon lange arbeitete. Mit 55 nutzte sie das Angebot einer Abfindung, um neu eine Selbständigkeit aufzubauen. „Das war eine Freiheit, die gar nicht so einfach auszuhalten war! Für welche der vielen Alternativen entscheide ich mich?" Ihre Erfahrung: „Das Neue entwickelt sich, wenn man ihm Raum gibt. Man weiß um die 60 einfach besser als früher, was man kann, was einen wirklich interessiert und mit wem man zusammen arbeiten will. Ich kann gezielter auswählen."

Ich frage sie, wie lange der Such- und Veränderungs-Prozess dauerte: „Länger, als ich anfangs dachte - ein Jahr reicht nicht, vielleicht waren es drei Jahre. Und: das Ergebnis dieses Weges ist nicht voraussehbar, es entwickelt sich wirklich Neues."

 Kennen Sie spannende Schritte von Frauen über 60, für die Arbeit mit Leidenschaft verbunden ist? Dann freue ich mich, davon zu hören: c.sperling@reviera.de






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28.12.2013, 16:33
Beuch
Ja, es ist nicht so einfach seinen Bedürfnissen im Alter Rechnung zu tragen, da die Gesellschaft darauf nicht eingestellt ist, dass die Menschen gesund und voller Tatenkraft älter als früher werden. Man wird einfach weggeschoben und taugt nicht mehr zur Arbeit. "Genieß Deinen Ruhestand und mach was dir Spaß macht", solche aussagen komme ich immer zu hören. Wenn aber nun einmal die Arbeit und das Gebraucht werden Spaß macht, was dann? " Hast du es nötig?" kommt dann die vorwurfsvolle Frage. Nein nötig nicht, aber wenn man 43 Jahre auf sehr hohem Level gearbeitete hat und manche Klippe umschifft hat, kann man die Hände nicht in den Schoss legen. Aber das will keiner begreifen. Arbeit ist meine Lebensbefriedigung und was ist dann, wenn sie einem weggenommen wird? Doch ich kann mich auch mit anderen Dingen beschäftigen, aber das habe ich auch schon während meines Arbeitsleben getan und da ist eben nichts, was man aufgeschoben hat, da ist nichts zum aufarbeiten, weil man top organisiert war, nichts liegen geblieben ist- es wir einem nur etwas weggenommen und das ist sehr schmerzhaft. Also bleibt nur noch das Ableben und jeder Tag wird so angegangen als wenn es der letzte wäre- nein, das kann es nicht gewesen sein. Aber es ist die traurige Realität. Auch ein Ehrenamt, was auch schon während der Berufstätigkeit wahrgenommen wurde hilft da nicht wirklich weiter. Ich suche die Arbeitgeber, die einen auch noch im Alter brauchen, aber leider gibt es diese nicht. C'st la vie!

26.11.2012, 15:29
Ulla Stein
Ich bin eine ziemlich jung gebliebene 58erin, auch vom Äusserlichen her gesehen. Seit knapp 6 Jahren muss ich mich um meinen Mann kümmern, der einen Hirnschlag erlittund seitdem auch das Kurzzeitgedächtnis verlor. Nicht einfach, zumal er eine sehr minimale Rente bekommt und ich ihn nicht in ein Heim geben kann. Ich bin Kauffrau und habe absolut keine Lust mehr, "NUR" als Pflegedame zu agieren. Dafür bin ich ehrlich gesagt zu jung. Ich brauche dringend geistige Arbeit und habe vor, mich selbständig zu machen. Aber ich bin noch auf der Suche nach Ideen. Das ist heutzutage gar nich so einfach und mit Fanchising möchte ich mich nicht festlegen (zu hohe Einstiegsgebühr, Lizenzen, etc.) - jetzt bin ich auf der Suche nach etwas, was mir Spaß macht und mich befriedigt.

10.03.2012, 15:10
Sieglinde Graf
Mitten drin bin ich in diesem Thema und das mit nun 60 1/2 Jahren. Vor 5 Jahren habe ich meinen OnlineShop für schöne Dinge für Frauen (www.da-sempre.de) gegründet noch während meiner angestellten Berufstätigkeit . Das war arbeitsmäßig über vier Jahre hinweg ganz schön heftig, aber mein Ziel war, dass ich mit 60 in Rente gehe und dann nur noch meinen Shop betreibe. Seit einen halben Jahr bin ich nun also selbstständige Rentnerin mit Onlineshop. Das ist einfach nur wunderbar! Nette Kundinnen, interessante Kontakte in vielen ökonomischen Ebenen, Umgang mit Mode und Messen - und alles mit der Basis von zuhause aus. Es hat sich absolut gelohnt, einiges an Zeit und Geld zu investieren und die Doppelbelastung durchzuhalten, in der sich mein Shop am Markt etabliert hat. Nun macht er mir sehr viel Freude, hält jung und flexibel und ist auch finanziell ein Gewinn. Gute Gesundheit vorausgesetzt, kann ich so noch gut 10 Jahre weiterarbeiten und mich dabei wohlfühlen. Gern gebe ich auch meine Erfahrungen weiter, wenn jemand Fragen hat. Wen es interessiert: "da sempre" ist hier bei der existenzielle auf dem Marktplatz unter der Rubrik Mode und mit Portrait vertreten.

07.03.2012, 18:59
Luitgard Gasser
Ich bin selbständig, werde 54 - und will arbeiten so lange ich kann. Das hält jung, davon bin ich zutiefst überzeugt, insbesondere, wenn Frau tut, wozu sie LUST hat (und berücksichtigt, was ihr Befinden zulässt). Männliche wie weibliche Vorbilder habe ich in meinem Umfeld, die mit bald 80 und weit darüber noch voll im Geschäftsleben stehen. Sie sind im Herzen oft jünger als manche/r 50-jährige. Post mit Titeln wie 50+ u.a. nerven nur. Sie suggerieren Alter und separieren Menschen statt sie zu verbinden. Sie landen sofort in der Mülltonne. Seit Jahren sortiere ich alles aus meinem Leben, was ich nicht wirklich brauche und will. Das gibt Zeit und Geld für alle und alles, die und was mir wichtig ist.

14.08.2011, 11:26
Monika B.
Ich lese und höre es immer wieder, dass Frauen mit 50 plus an einem Scheideweg stehen. Mir geht es genau so. Die Geschäfts- und Personalpolitik an meinem Arbeitsplatz hat sich dramatisch verschlechtert, so dass mir meine Arbeit keinen Spaß mehr macht. Ich fühle mich mit 56 Jahren eigentlich noch jung genug, nochmal was Neues auszuprobieren. Dabei träume ich auch von einer Selbständigkeit, bin aber noch auf Ideensuche. Ermutigend finde ich die anderen Kommentare, es zeigt, dass Frauen der Generation 50 plus noch eine Menge Power haben

09.07.2011, 17:02
Anna Schüler
Es dauert noch ein 5 Jahre bis zum meinem sechzigsten Geburtstag und ich werde als Freiberuflerin auch dann weiterarbeiten. Das hat aber sicherlich auch damit zu tun, das man als Künstlerin bzw. Malerin nicht aufhören kann zu malen. Man stellt ja nicht Pinsel und Farben einfach in die Ecke :) Ich freu mich allerdings auch ganz besonders darauf, obwohl mich sicherlich einige für verrückt halten, im kommenden Semester mit dem Studium der Kulturwissenschaften zu beginnen. Es ist nicht unbedingt ein neuer Lebensabschnitt aber eine Erweiterung. Ich würde mich freuen zu erfahren, das es viele Frauen in meinem Alter gibt, die noch lange nicht an Rente denken und weiterlernen möchten

07.07.2011, 12:26
Julitta Rössler-Kruszona
Klingt gut ein schönes Essen beim Wein :-) Ich mache professionelle Begleitung in Veränderungssituationen ab und an auch gerne bei einem Spaziergang durch schöne Naturumgebungen. Unser Gehirn entspannt sich in der Natur nachweislich besonders gut, der zusätzliche Sauerstoff regt an und die Gedanken fließen leichter. Ein langer Strandspaziergang an der Nordsee oder ein Spaziergang durch die wunderbaren Rheinauen hier in Meerbusch bei Düsseldorf sind zum Beispiel wunderbar geeignet. Ich wünsche allen einen schönen Tag. Julitta Rössler-Kruszona www.jr-training-beratung.de

07.07.2011, 09:28
Cornelia Sperling
"Jemand an meiner Seite" - ich finde es eine gute Idee, in Umbruch-Situationen jemand Erfahreneres für eine begrenzte Zeit als Austauschpartner/in zu haben. Das kann die Arbeit im Alter oder auch z.B. eine Wachstumsphase im Unternehmen sein. Coaching ist prima, Mentoring ist prima - vielleicht lässt sich noch eine andere Variante erfinden: Erfahrungswissen weitergeben, begrenzt auf 3-5 Gespräche bei einem netten Essen mit einem Gläschen Wein :)

06.07.2011, 19:38
Susanne Haun
Als Selbständige stellt sich kaum die Frage, was mit 60 machen, da geht es ums weiter machen .... Ich bin noch nicht 60 auch nicht kurz davor, aber vielleicht wünsche ich mir dann jemand an meiner Seite, eine andere 60hährige, die mich in meiner selbständigen Tätigkeit unterstützt, denn es ist hart, selbständig zu arbeiten und Jahr um Jahr fällt es einem schwerer ohne Urlaub ohne Feierabend zu leben.... selbst mit dem größten Idealismus. Ich stelle mir die Idee schön vor, dass man dann eine Hilfe an die Seite gestellt bekommt .... eine andere Idealistin....

06.07.2011, 09:00
Zamyat M. Klein
Ich bin 61 Jahre, freiberufliche Trainerin, Coach, Autorin. Ganz sicher nicht in das Klischee passend, das in dem Beitrag angesprochen ist. (Enkel habe ich keine, Seniorenkino ist mir zu früh :-), da arbeite ich noch. Die Frage, die hier gestellt wird, stellt sich mir so leider nicht. Da ich nicht wirklich frei entscheiden kann, ob und wie lange ich noch arbeiten möchte. Aber angenommen, ich wäre finanziell so abgesichert, dass ich schlagartig den Rest meines Lebens nicht mehr arbeiten müsste. Dann bin ich sicher, dass ich weiter arbeiten würde. Weiter Seminare geben, coachen und vor allem weiter Bücher schreiben, da ich das liebe und von überall aus machen kann. Nur: ich würde weniger und in einem anderen Tempo arbeiten- aber auch das "trainiere" ich zurzeit schon :-). Es ist mehr der innere Zustand, der sich verändern würde. Jetzt weiß ich einfach, dass ich "muss"- und das macht Druck, auch wenn die Arbeit größtenteils geliebt ist. Es fällt schwerer, diese Liebe zu spüren, wenn sie quasi Zwang ist. Ich weiß nicht, ob das verständlich wird, was ich meine. Ansonsten ist es so, dass ich absolut noch kein Empfinden habe, jetzt gehe ich langsam auf den Ruhestand zu. Im Gegenteil: ich bin gerade wieder mal dabei, etwas komplett Neues aufzubauen (Die 1. suggestopädische Online- Akademie – Suggestopädie ist eine ganzheitliche kreative Art zu lehren und zu lernen), in der ich Trainer ausbilde und auch andere ihre Seminare über meine Akademie anbieten können. Solche Umorientierungen habe ich immer wieder in meinem Leben vollzogen- und ich bin auch sehr radikal darin. Wenn ich merke, dass etwas nicht mehr stimmt oder mir nicht mehr gut tut, dann beende ich es. Meist mit einem klaren Schnitt. So habe ich beispielsweise lange Jahre Fortbildungen für Lehrer und Ausbilder in der Berufsvorbereitung gemacht, auch mit dem Thema „Ganzheitliches Lehren und Lernen“. Schon allein, weil ich selbst in der Schule so gelitten hatte. Irgendwann merkte ich: nun ist es genug. Ich will damit nix mehr zu tun haben. Und habe alles Material an andere Trainer verschenkt. Mich spezialisiert auf Train the Trainer und Kreativitätstechniken (Kreative Ideenfindung und Problemlösung), die ich in Firmenseminaren durchführe. Jetzt ist der Punkt- und da kommt dann doch vielleicht auch das Alter dazu – dass ich es nach über 30 Jahren leid bin, ständig unterwegs zu sein, auf der Autobahn oder im Zug, und in Hotels zu schlafen. Ich liebe meine Wohnung auf dem Land, den Blick vom Büro auf Wiesen, Felder und Himmel. Daher meine Idee mit der Online-Akademie. Da kann ich von überall her Seminare geben. Von zu Hause aus, aber auch von der Türkei aus. Aber auch, weil ich gemerkt habe, dass mir Online-Seminare total Spaß machen, da ich gerne und schnell schreibe, so viel intensiveren Kontakt mit jedem Teilnehmer haben kann als in Präsenzseminaren. (Ich spreche nicht von Webinaren, die reine Vorträge sind, sondern von asynchronen Online-Seminaren, in einem Forum, wo das meiste schriftlich oder per Telefonkonferenz läuft). Meine 2. Leidenschaft ist nämlich der Orient. Ich war 10-mal mit Beduinen und Kamelen in der Sahara (habe dort auch Gruppen geleitet) und bin regelmäßig in der Türkei, in einem kleinen Traumdorf am Meer, ohne Massentourismus. Das gehört im Übrigen auch zu meinem Lebenskonzept, das ich schon lange in mir trage. Im „Alter“ mehr in warmen Ländern verbringen, in einem anderen Lebensrhythmus, der mir da auch leichter fällt als zu Hause. Denn ich bin ein Mensch, der schnell und viel macht, arbeitet, schreibt, redet... Das geht an die Batterie. Aktuell bin ich nun an dem Punkt, in dem mir 1. klar ist, dass ich nicht mit 65 sagen kann: Fein, das war’s, jetzt gebe ich mich dem müßigen Rentenalter hin. Was für mich bedeutet, dass ich es jetzt schon beginne, was ich als Rentenvision so in mir trug. Ich fahre noch öfter und länger in andere Länder, mit Laptop kann ich von dort aus auch ein wenig weiter arbeiten, habe mir aber diesen Mai auch mal einen Urlaub gegönnt, wo ich wirklich mal nichts gemacht habe. Nur in der Hängematte unter Palmen gedümpelt, Krimis gelesen, Bilder gemalt, durch die Natur gewalkt. Das heißt mein Bestreben geht dahin, meinen Job so zu machen, dass ich genug zu essen (und zum reisen) habe, und gleichzeitig jetzt auch schon immer mehr Frei-Zeit einzuplanen, in der ich mich erholen und regenerieren kann, einfach Dinge tue, die mir Freude machen, mehr Zeit mit Freunden verbringen und in der Natur sein kann. Das ist für so einen Workaholic wie mich nicht leicht, aber ich bin guter Dinge und sehe schon deutliche Veränderungen. So mache ich nun fast jeden Sonntag eine längere Wanderung, mache ohnehin jeden Morgen vor der Arbeit Yoga und will jeden Mittag walken. Das fällt mir noch am schwersten, mich da vom PC loszureißen. Noch was zum Älter werden: ich bin da wohl auch eine Seltenheit. Aber seit einigen Jahren blogge ich mit Leidenschaft, seit ca. 2 Jahren treibe ich mich auf Twitter rum, bei XING bin ich natürlich schon lange- und nun die Online-Akademie. Also: immer wieder Neues ausprobieren, testen und für meine Arbeit und zu meinem Vergnügen nutzen.

05.07.2011, 16:06
Anne Hermanski
Ich bin seit ein paar Tagen 55 und mit Ende 20 war es mein Ziel, jetzt in Rente zu gehen. Besondere Umstände haben die finanziellen Vorausetzungen dafür über Bord geworfen, so dass es jetzt sowieso kein Thema ist - und das ist gut so. Ich habe in den letzten 5 Jahren geübt, loszulassen, mehr Arbeit und Verantwortung an die Mitarbeiterinnen zu geben und auch ohne schlechtes Gewissen Freiräume und Freizeiten für mich, für meine Träume und Hobbies zu nutzen. Und so kann ich noch lange weiter machen - wenn Geschäft und Gesundheit mitmachen.

04.07.2011, 12:12
Julitta Rössler-Kruszona
Ein wunderbares Thema! Mit 60 ist frau heute noch lange nicht zu alt, um noch einmal durchzustarten, ganz im Gegenteil. Ein neuer Lebensabschnitt, meist verbunden mit noch großer Agilität, will gestaltet werden. Das macht Spaß und ist fantastisch für das Selbstbewusstsein. Allerdings sind die Such- und Veränderungsprozesse nicht nur langwieirg, sondern manchmal auch wirklich schwierig. Oft hat frau sich ein Leben lang in Rollen verstrickt, die eigentlich nicht ihre waren. Oft hat sie die Erwartungen anderer, nie aber die eigenen Wünsche erfüllt. Manchmal tut professionelle Hilfe beim Suchen und Finden der eigenen Träume, Wünsche, Bedürfnisse, Werte und Potenziale gut. Das ist zum Beispiel meine große Profession und Leidenschaft im fortgeschrittenen Alter geworden. Mit zwar erst Anfang 50 habe ich mir meinen Traum der Selbständigkeit erfüllt und begleite unter anderem auchviele Frauen der Generation 50plus bei ihren Such- und Veränderungsprozessen. Denn, wer gut alt werden will, muss früh damit anfangen. Wer mehr über mich und meine Arbeit wissen möchte, findet mehr auf meiner Website: www.jr-training-beratung.de Mit den besten Wünschen für ein gutes Leben jenseits der 60 Julitta Rössler-Kruszona


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Was machen die Frauen über 60, die noch Lust auf Arbeit haben - arbeiten sie weiter wie bisher? Fangen sie was Neues an? Was bedeutet für sie Ruhestand? Was können sie (sich)  leisten? Verwirklichen sie alte Träume?
Ich bin mitten drin in diesem spannenden Prozess. Ich weiß von meinen angestellten Freundinnen, dass sie ab 60 ihre Arbeit am liebsten zum Mond schießen würden. Dagegen scheinen sehr kreative Menschen wie Künstlerinnen gar keine Altersgrenze für Arbeit zu kennen.
Ich möchte gern mehr über die Schritte anderer selbständiger Frauen erfahren, die Arbeit und Gestaltungsmacht auch mit 60 noch lieben und sich nicht in das traditionelle weibliche Rollenmodell von Pflege- und Enkel-Arbeit, Bescheidenheit und Seniorenkino einfügen. Meine Neugier auf ihre Erfahrungen speist diesen Blog.

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