Nein, ich bin Manfred

Hingucken - so viel Zeit muss sein

28.09.2009, 20:02 von Brigitte Jülich

Leute treffen, Kontakte knüpfen - das gehört zum Geschäftsalltag dazu. Schön, wenn daraus längerfristige Beziehungen werden. Es lohnt sich, von Anfang an aufmerksam zu sein.



Das muss man sich mal überlegen: Da lernt frau anlässlich einer Radio-Livesendung, zu der sie ihren Beitrag leisten durfte, einen interessanten Menschen kennen. Verabredet sich anschließend beim allgemeinen lockeren Du, das Gespräch bei passender Gelegenheit zu vertiefen. Und dann ruft der Mensch tatsächlich an und sagt, er hat geschäftlich in der Gegend zu tun und will vorbeikommen. Ob ich ihn am Hauptbahnhof Dortmund treffen könnte.

Termin passt, und gute Geschäftskontakte sind Gold wert. Also nichts wie hin zum Bahnhof. Aber wie sah der Mann bloß noch aus? Erkenne ich den überhaupt wieder? Ich beobachte die Fahrgäste in der Bahnhofshalle: Nein, zu groß, und geschlurft hat er auch nicht, zu jung, zu schlampig angezogen … Aber der da könnte es sein; hat er nicht so einen suchenden Blick? Entschlossen, aber mit siebzehn Fragezeichen in der Stimme spreche ich ihn an: „Sind Sie Bruno?“

„Nein, ich bin Manfred.“ Auch mindestens ein Fragezeichen in der Stimme. Was der wohl denkt? Sein Blick über die Schulter spricht Bände.

Und die Moral von der Geschicht: Guck dir vorher genau an, mit wem du dich verabredest!

Was aus Bruno wurde? Zielsicher hat er mich aus der Menge herausgepickt. Und inzwischen pflegen wir rege unseren Kontakt.

www.erfolgorange.de






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02.10.2009, 19:01
Regina Mühlich
Wie wahr, wie wahr. Ich kann mir Gesichter zwar gut merken, aber frau muss schon genau und bewußt hinsehen, damit sie auch im Gedächtnis bleiben und es diesen "Wiedererkennungseffekt" gibt.

28.09.2009, 23:36
Eva Ihnenfeldt
Das kenne ich gut! Es fällt mir ganz schön schwer, mir Gesichter zu merken - und ich weiß, dass ich schon häufiger jemanden verletzt habe, den/die ich einfach nicht wieder erkannt habe. Gar nicht bewährt hat sich die Taktik, so zu tun, als ob ich "im Bilde" bin. Es kommt ja doch raus - und wenn es nur dieses Flackern im Blick ist, weil ich mich verstelle... Ehrlich währt eben doch am längsten, auch wenn es furchtbar peinlich ist, jemanden nicht wieder zu erkennen...


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Der Weg zum Erfolg beginnt auf der Entschleunigungsspur: Innehalten, klar sehen und sichere Entscheidungen treffen. Dann steht dem Durchstarten nichts mehr im Wege. Die Pädagogin und Psychotherapeutin Brigitte Jülich coacht in ihrer Praxis Menschen, die sich an einem Wendepunkt befinden oder sich in einer Sackgasse fühlen, die ihr Leben neu strukturieren oder einfach endlich ihre Wunschziele erreichen wollen. In ihrem Erfolgs-Blog geht es um die persönliche und berufliche Weiterentwicklung, um Erfahrungen und Ideen zum Innehalten, Klarheit finden, Entscheidungen treffen.

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