Was treibt Sie an?
Von der Falle der eigenen Motivation
„Warum in aller Welt mache ich das eigentlich?" Meist fragen wir uns das, wenn wieder alles zu viel wird, wenn jemand zum x-ten Mal unsere Gutmütigkeit ausnutzt oder wenn trotz Rieseneinsatz nur ein Zwergengewinn herausspringt. Höchste Zeit, mal grundsätzlich nachzudenken.
Die meisten Dinge tun wir, ohne groß darüber nachzudenken. Vieles hat sich eben einfach so „eingebürgert". Aber haben Sie mal überlegt, was Sie eigentlich dazu antreibt? Das ist nämlich etwas, was wir uns selten, wenn überhaupt, fragen.
Wir brauchen gar keine Tiefenananalyse zu betreiben, um unseren Motivationen auf die Spur zu kommen. Ein bisschen Nachdenken reicht für den Anfang: Wollen wir reich und berühmt werden? Eher selten. Müssen wir jemandem imponieren? Wollen wir selbst etwas erreichen, oder soll etwa ein anderer auf uns stolz sein? Möchten wir bloß keine Fehler machen, und wenn ja, warum? Oder treibt uns vielleicht der Neid dazu an, das zu haben, was die Nachbarn, die Kollegen, die Freunde haben? Die Freude an der Sache ist auch ein Antrieb, ein fabelhafter sogar. Glückwunsch, wenn es so ist!
Ohne Motivation tun wir gar nichts. Aber wir sollten dringend einmal überprüfen, ob sie uns vielleicht eine Falle stellt. Erreichen wir denn tatsächlich, was wir uns heimlich vorgaukeln? Umso besser, wenn wir zufrieden sind. Die entscheidende Frage lautet: Tut der Antrieb gut? Oder ist er ein Kolbenfresser, ein festgefressenes Programm, das den Motor bremst, anstatt ihn schnurren zu lassen? Dann sollten Sie mal an einen Austausch denken!
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