Maulwurf Eduard Kratzfuss netzwerkt sich durch die Welt und in die Herzen
Networking einmal anders: Urlaubslektüre und Augenschmaus für die ganze Familie
Einem der führenden Marketing-Experten ist es im Jahr 2001 mithilfe seines hervorragenden internationalen Netzwerks gelungen, den ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton zu einer Veranstaltung nach Deutschland zu holen. Das ist großartig und hat sich meines Wissen nicht wiederholen lassen. Eigentlich ist das kaum zu toppen. Eigentlich - es sei denn, man heißt Eduard Kratzfuss.
Kaum auf der Welt gelingt es ihm aus dem fernen Romanien kommend - in genau dieser zeitlichen Abfolge, den amtierenden US-Präsidenten Obama, einen sehr bekannten deutschen Rocksänger - Udo Lindenberg -, den Kölner Kardinal, einen päpstlichen Prälaten, Jesus Christus und seine Mutter Maria und nicht zuletzt den Papst in Rom zu tragenden Pfeilern seines weltweiten Netzwerks zu machen. Erwin Hilbert hat mit Eduard Kratzfuss einen sehr ausgeschlafenen, feinfühligen und dennoch tatkräftigen Maulwurf der Sonderklasse erfunden. Manuel Nordhus hat ihn zauberhaft illustriert.
Perfekte Kontaktaufnahme
Unter Networking-Aspekten ist hochinteressant, wie fantasievoll und couragiert Eduard seine Kontakte knüpft: Unter anderem bringt ihn eine spektakuläre Turbo-Wühlaktion ins Weiße Haus quasi unter den Weihnachtsbaum - genauer auf die Weihnachtsgans - der Präsidentenfamilie. Mutig bittet er Barack Obama um eine Privataudienz und erzählt dem Präsidenten einige unangenehme Wahrheiten. Dieser erhebt ihn zum Dank in einen beraterähnlichen Status mit stets freien Zugang zu ihm, Blackberry, Flugzeug und sechs Bodyguards inklusive. Im Kölner Dom holt Eduard mithilfe genau dieser Bodyguards Jesu in einer Nacht- und Nebel-Aktion kurz entschlossen vom Kreuz aus Mitleid und auf besonderen Wunsch von Jesus, der gern mal wieder unter die Leute gehen möchte ... Damit befolgt Eddy einen wichtigen Networking-Grundsatz: Erst einmal in Vorleistung zu gehen - sprich zuerst etwas für andere zu tun, bevor man etwas von ihnen erwartet. Das ist in jeder Hinsicht Networking vom Feinsten.
Ein spannendes, hochaktuelles und gesellschaftskritisches Buch für Kinder und Erwachsene und eine kurzweilige Urlaubslektüre, die sich auch unter dem Weihnachtsbaum gut machen wird, wenn Sie schon in Urlaub waren ...
Gerne verlinke ich hier zu meiner ausführlichen Rezension auf der Homepage von Eduard Kratzfuss.
Wer genau wissen möchte, „Wie man Bill Clinton nach Deutschland holt", kann dies im gleichlautenden Buch von Hermann Scherer nachlesen. Und wenn Sie, meine Damen, besonders ergründen wollen, ob und wie Männer (anders) netzwerken, sollten Sie einen Blick in meinen Karriereleitfaden werfen: „Was Männer tun und Frauen wissen müssen - Erfolg durch Networking".
Seien Sie allzeit gut vernetzt und denken Sie immer daran: Netzwerken kann man an den extravagantesten Orten - man muss sich nur getrauen, mutig voran wie Eduard.
Ihre
Martina Haas
Daten zur erwähnten Literatur:
Erwin Hilbert, Eduard Kratzfuss - Geschichten eines Maulwurfs
Fe-Medienverlag 2010
ISBN-13: 978-3939684817
Martina Haas, Was Männer tun und Frauen wissen müssen - Erfolg durch Networking
merus verlag 2007
ISBN-13: 978-3939519485
Hermann Scherer, Wie man Bill Clinton nach Deutschland holt - Networking für Fortgeschrittene
Campus Verlag 2006
ISBN-13: 978-3593377667
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