Stress verhindert Erfolg
Ist Coaching nur etwas für erfolgreiche ManagerInnen?
Haben Sie auch die Vorstellung, dass Coaching nur etwas für erfolgreiche MangerInnen sei? Karriereorientiert, zielstrebig, sehr gut verdienende grau gekleidete mit Schlips, im Kostüm und die, die sich einen Coach gönnen? Die sich einen Coach mieten, weil sie ansonsten keinen Menschen haben, der ihnen unvoreingenommen zuhört. Die auch mal ihre Seele gestreichelt bekommen möchten. Die Einsamen!
Meine Kunden und Kundinnen sind anders. Zu mir kommen in der Regel Selbstständige und Angestellte aller Berufe. Die Palette ist total bunt gemischt. Gott sei Dank!
Heute eine klassische Situation:
Frau A ist 49 Jahre, Akademikerin, in einer sogenannten Spitzenposition mit einem sehr guten Gehalt angestellt tätig.
Sie war gekommen, weil es Probleme mit dem Chef gab. Ihre Umsatzzahlen waren in den „ Keller gegangen". Es stellten sich immer höhere Fehlerquoten ein! Ihre Frage war, was soll ich tun?????
Und als Coach frage ich erst einmal an den Stellen nach, an denen die Kundin unpräzise bleibt. Ich biete auch keine Lösungen an, die mir durch den Kopf schießen. Es ist leider wie im wirklichen Leben, die Lösung sollte der Kunde/ die Kundin entwickeln und ich begleite ihn/sie auf dem Weg.
Natürlich gebe ich Anregungen, Tipps und biete auch Rollenspiele an, damit die „ andere Position" gefühlt werden kann.
Merkmale im Coaching-Kontakt:
1. Klarheit über Anliegen bekommen
2. Buntheit entdecken
3. Zufriedenheit steigern
Und Frau A. ist nach der ersten Einheit wieder zurück zur Arbeit gegangen.
Sie hat mitgenommen, dass sie sich mehr zeigen soll. Zukünftig wird sie den Chef offensiver ansprechen. Wenn ihr Fragen kommen, wird sie diese stellen. Wenn Sie eine Aufgabe besonders gut gelöst hat, wird sie das ebenfalls kommunizieren (hatte sie in der Vergangenheit leider nicht gemacht).
Stattdessen hat sie alle „Probleme" mit sich ausgemacht. Sie ist natürlich früher immer als letzte im Büro geblieben und hat nicht formuliert, wenn sie Hilfe benötigt hätte. Der neue Kollege war inzwischen an ihr vorbei eine Stufe höher gestiegen, während sie immer mehr Stunden im Büro verbrachte. Das Teufelspiel nahm seinen Lauf.
Seit dem Coaching ist das alte Spiel vorbei. Sie traut
sich wieder! Sie traut sich etwas zu! Sie weiß, es gibt leider keine Fee.
Trotzdem gibt es eine gute Nachricht. Sie kann sich selbst verwirklichen. Die
kritischen Stimmen, die sich immer wieder breit machen möchten, müssen gestoppt
werden. Die Ängste, die aufkommen können, sollten ebenfalls wenig Raum
bekommen.
Die Fehler, die Frau A. unterlaufen sind, sind durch STRESS ausgelöst
worden. Und Stress hindert uns, locker zu bleiben. In dieser Phase ist es gut,
sich wohlmeinende Menschen zu suchen. Man muss erst einmal „Raus aus dem
Hamsterrad". Das ist der erste Schritt in eine gesündere Welt.
Frau A. hat mitgenommen, dass sie ihre Stärken stärkt und nicht ihre Schwächen.
Ihre Brigitte Jülich
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