Wie? Sie wollen keine Wandleuchte an der Decke!?
Vom (Un-)Sinn des angeblich Besseren
Das muss man sich mal überlegen: Da bestellt frau absolut entgegen ihrer Gewohnheit per Internet. Diesmal ist wahrhaftig keine Zeit, durch alle Läden zu rennen und sich die richtige Leuchte auszusuchen. Die ungefähre Richtung ist klar, Vorentscheidungen getroffen. Warum eigentlich nicht Internet? Andere machen das doch auch.
Nachdem ein Sonntag vor dem Bildschirm verbracht ist, geht die Bestellung raus. Schicke Leuchten, zwei für die Wand und eine für die Decke. Und frau staunt: Zwei Tage später ist das Paket schon da.
Die Wandleuchten sind klasse, Designer-Teile eben, gebürstetes Aluminium, 12 X 12 X 6 cm groß. Und jetzt die Deckenleuchte ... Nicht da. Dafür eine weitere Wandleuchte in besagten Abmessungen. Auf der Rechnung findet sich folgender Vermerk: Deckenleuchte nicht lieferbar.
Dafür bekomme ich eine dritte Wandleuchte. Sogar an das Leuchtmittel hat die Versenderin gedacht. Wie? Kann ich nicht gebrauchen? Ich habe doch sogar ohne Aufschlag das viel teurere Modell bekommen!
Und die Moral von der Geschicht: Wenn ich etwas wirklich nicht brauche, dann nützt auch nicht das „Bessere".
Ich glaube, diese Moral lässt sich problemlos auch auf Lebenspartner, Karrieren und Mode-Highlights anwenden.
05.02.2010, 16:04
Eva Ihnenfeldt
Jaja, wenn andere für mich mitdenken und nur "mein Bestes wollen" - dann wird es Zeit, auch mal nicht mehr nett zu sein. Klare Worte sind da angesagt, denn solche Händler (Lebenspartner, Kollegen, Kunden) gehen gerne immer so weit, wie man sie lässt. Ich spreche sofort aus, wenn ich was schief finde - je eher, je besser!




