Entscheidend ist, was hinten rauskommt!
Selbstständige und ihre Altersvorsorge - ein Film
Bisher gibt es nur für wenige Selbständige eine Pflicht zur Altersvorsorge. Dies will die Regierung demnächst ändern - was durchaus zu einigen Protesten geführt hat. Nun nimmt frau von der Leyen auf einem Video zu den Plänen Stellung. Sie will darüber diskutieren.
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31.08.2012, 08:09
Gabriele Lahde
Seit 1999 sind wir selbständig als Dienstleister für haus u. Garten.2 feste Mitarbeiter für die wir natürlich Sozialabgaben bezahlen haben wir.Für uns selbst konnten wir nur sehr wenig fürs Alter zurücklegen.Ein 4. Kind das ich im Alter von 42 geboren habe ist Ende des Jahres mit seiner sehr teuren Ausbildung fertig.Ich bin 60 mein Mann ist 54 .Jetzt müssen wir schleunigst Überschüsse fürs Alter anlegen und wir tun alles damit dies gelingt.Gruß G.Lahde
19.06.2012, 16:15
Luitgard Gasser
Ich bin gegen diese staatliche Einmischung in mein Leben (sonst wäre ich Politikerin geworden mit Staatsgehalt). Als Selbständige möchte ich auch hier meine Eigenverantwortung leben.
18.06.2012, 22:19
Maike
Ich habe mir das Video von Frau von der Leyen angesehen. Meine Meinung dazu: Grundsätzlich macht es Sinn, fürs Alter vorzusorgen, auch und vor allem als Selbständige. Nur ist meine Erfahrung auch: Steuer, Krankenkasse, Mieten, Energie und sonstige Kosten fressen hierzulande schon einen Gutteil der meistens recht schmalen Umsätze auf, die als Selbständiger in einem stark konkurrierenden Umfeld zu erwirtschaften sind - Frauen gehören hier oft ja nicht zu den Großverdienern. Ist die Kostenbelastung zu hoch, droht eine Selbständigkeit gerade in der Anfangsphase zu scheitern. Viele Selbständigkeiten sind ausserdem leider aus der Not heraus geboren, weil der Arbeitgeber einen mit 45 plus aus dem festen Job rauskegelt und nach einem Jahr das Arbeitslosengeld wegfällt, obwohl man über Jahre eingezahlt hat in diese "Versicherung". Scheidung, Krankheit sind weitere Faktoren, um aus dem sicheren Netz zu fallen. Um da wieder gut auf die Füsse zu kommen mit einer Selbständigkeit, bedarf es zunächst viel Unterstützung von aussen. Und frau hat dann zunächst andere Sorgen als sich Gedanken zu machen, wie sie mit 67 plus leben wird. Punkt für mich ist: Warum zahlen nicht alle - Beamte ebenso wie Angestellte und auch Selbständigengruppen wie Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerfachleute etc. in eine gemeinsame Rentenkasse ein? In anderen Ländern geht das auch und es herrscht Konsens darüber, dass es so sein soll. Solange es Gruppen gibt, die immer ein bisschen mehr privilegiert sind als andere, wird es Unfrieden geben in der Gesellschaft. Es macht Sinn, Faktoren wie Kindererziehung, Sozialarbeit, ökologisches und gesellschaftliches Engagement ebenso in die Waagschale einer Lebensleistung zu werfen wie reinen Broterwerb im erlernten Beruf. Das ist noch in keinster Weise richtig ausdiskutiert und gewürdigt. Und es macht durchaus Sinn, über eine garantierte Grundsicherung für alle nachzudenken.




