Brigitte Groß ist Berliner Unternehmerin des Jahres
Die Gründerin und Geschäftsführerin der alpha-board GmbH, Brigitte Groß, wurde am 9. Juni als "Berliner Unternehmerin des Jahres 2012/2013" ausgezeichnet.
Im Rahmen des 6. Berliner Unternehmerinnentages überreichten Wirtschaftssenatorin Sybille von Obernitz, Frauensenatorin Dilek Kolat und IBB-Vorstandschef Ulrich
Kissing die Auszeichnung. Barbara Jaeschke, GLS Sprachenzentrum, wurde als
Zweitplatzierte und Katrin Rohnstock, Rohnstock Biografien, als Drittplatzierte
geehrt. Mit dem Preis würdigt das Land Berlin bereits zum fünften Mal
herausragende Unternehmerinnenpersönlichkeiten.
Die Erstplatzierte
Mit 41 Jahren fasste Brigitte Groß einen Entschluss: Sie sah keine Chance, in ihrem Beruf als Planungsökonomin eine Anstellung zu finden, und schuf sich ihren Arbeitsplatz mit der Gründung ihrer Firma selbst. Die alpha-board GmbH bietet Elektronik-Design und Fertigungsservice für Unternehmen, u. a. aus der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik sowie Automotive. Als Gesellschafterin und Geschäftsführerin prägte sie von Anfang an das Unternehmen. Nach dem Ausscheiden der anderen Gesellschafter baute sie es zu einem Familienunternehmen aus, mit ihrem Sohn als zweitem Geschäftsführer und Unternehmensnachfolger.
Die herausragenden Leistungen von Brigitte Groß überzeugten die Jury hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung ihres Unternehmens, verbunden mit einer innovativen Geschäftsidee und ihrer Durchsetzungskraft in einer männerdominierten Branche. Ausbildung und Work-Life-Balance sind Pfeiler der Personalpolitik von Brigitte Groß. Sie setzt auf die Schaffung und den Erhalt qualifizierter Arbeitsplätze und überzeugt mit ihrem Engagement bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Die weiteren Finalistinnen
Zweitplatzierte wurde Barbara Jaeschke, Gründerin und Geschäftsführerin des GLS Sprachenzentrums. Unter dem Motto "Wir bringen Menschen ins Gespräch" holt sie mit ihrer Sprachschule jährlich ca. 4.000 Menschen aus 50 Nationen zu Sprachkursen nach Berlin. Für rund 3.000 Sprachschülerinnen und -schüler aus dem deutschsprachigen Raum organisiert sie entsprechende Reisen ins Ausland. Ergänzend zu diesem Angebot vermietet das Unternehmen auf dem firmeneigenen Campus Veranstaltungsräume und betreibt ein eigenes Restaurant und Hotel. Mit dem Erwerb und der Sanierung des Oderberger Stadtbads im Jahr 2011 strebt Barbara Jaeschke nicht nur eine nachhaltige Unternehmenserweiterung an, sondern leistet zudem ihren Beitrag zum Erhalt des Schwimmbads für internationale Gäste und Kiezbewohnerinnen und -bewohner.
Der dritte Platz ging an Katrin Rohnstock. Sie hat sich mit ihrem Unternehmen Rohnstock Biografien auf das Verfassen von Autobiografien, Familien-, Firmen- und Ortsgeschichten spezialisiert und damit eine originäre Geschäftsidee in ein erfolgreiches Unternehmen verwandelt. Mit ihrer Unternehmensidee schuf sie zudem ein neues Berufsbild: In firmeneigenen Seminaren werden erfahrene Autoren zu Autobiografikern ausgebildet. Darüber hinaus etablierte sie mit dem "Erzähl-Salon" ein neuartiges Veranstaltungsformat, das Menschen einlädt, ihre Erinnerungen und Erfahrungen zu lokal- und alltagsgeschichtlichen Themen zu teilen.
Die Wahl fiel der Jury auch in diesem Jahr nicht leicht: Die Bewerbungen zeigten erneut, dass Berlin ein Ort innovativer, kreativer und erfolgreicher Unternehmerinnen ist. Die drei Finalistinnen überzeugten auf besonders bemerkenswerte Weise durch ihre Umsatzentwicklung, ihre visionäre Geschäftsidee und ihre Unternehmerinnenpersönlichkeit mit Vorbildcharakter.
www.berliner-unternehmerinnentag.de
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