Warum Frauen seltener gründen
In Deutschland gründen Männer häufiger als Frauen. Das ist ein Ergebnis des jährlichen Gründungsmonitors der KfW Mittelstandsbank. So gehen von den fast 800.000 Neugründungen nur 41 Prozent auf das Konto der Frauen. Woran das liegt? Daran, dass Frauen die Selbstständigkeit weniger attraktiv finden bzw. sie sich weniger zutrauen und an der Einschätzung ihrer Lebensumstände.
Fachlich gibt's nichts zu meckern
In fachlicher Hinsicht, so der KfW-Gründungsmonitor, stehen Gründerinnen den Gründern in Deutschland in nichts nach. Sie sind ebenso ausgebildet und qualifiziert wie ihre männlichen Mitstreiter. Wenn Frauen gründen, dann unterscheiden sich sich von den Männern nicht in punkto Risikobereitschaft, Innovationsfreude oder Kreativität.
Vertrauen stärken - Positive Bilder vermitteln
Werden allerdings die Nicht-Gründerinnen befragt, zeigt sich, dass sie das unternehmerische Prestige deutlich geringer bewerten als Männer und eine Selbstständigkeit für weniger attraktiv halten. Auch zweifeln sie, ob sie für eine unternehmerische Tätigkeit geeignet sind.
Das Fazit der Studie: Um mehr Frauen zum Gründen zu motivieren, brauchen sie weniger fachlichen Input als Maßnahmen, die das Vertrauen in ihre Fähigkeiten ebenso fördern wie die Attraktivität des Unternehmerinnen-Alltags. Durch positive Vorbilder zum Beispiel.
Die Studie als Kurzfassung (12 S.): KfW Gründungsmonitor 2008
Die Langfassung (124 S.) zum Dwonload hier
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