Heldinnen gesucht und gefunden

16.09.2009

Die 2. Internationale Konferenz „Frauenmuseen weltweit“ ist am 12. September zuende gegangen. Direktorinnen, Kuratorinnen und Gründerinnen der Frauenmuseen aus aller Welt hatten sich in Bonn getroffen.



Weltausstellung der Frauenmuseen
Zur Eröffnung der Konferenz am 09.09.09 waren rund 500 Besucherinnen und Besucher nach Bonn gekommen. Es wurde nicht nur der Auftakt der Konferenz gefeiert, sondern auch die Eröffnung der ersten Weltausstellung der Frauenmuseen, bei der jedes Museum sich selbst und eine Heldin seines Landes präsentiert. Die multikulturelle Ausstellung IDOLE - ROLE MODELS - HELDINNEN ist noch bis zum 8. November 2009 in Bonn zu sehen, danach wandert sie zunächst nach Dänemark und Österreich. Ebenfalls eröffnet wurde die Ausstellung INFLUENCES AFRICAINES mit neuen Arbeiten von Elvira Bach.

Auf dem Weg zum weltweiten Verband
Die Konferenz selbst gründete ein weltweites Koordinationskomitee, das aus Repräsentantinnen von jedem Kontinent besteht. Für Afrika sind Omima Mustafa vom Sudanese Women’s Museum (Omdurman/Sudan) und Maria Diatta vom Musée de la Femme (Insel Gorée/Senegal) dabei. Asien wird von Ki Young-in vom Women’s History Exhibition Hall (Seoul/Korea) vertreten. Für Australien setzt sich Helen Jaraslafsky von National Pioneer Women’s
Hall of Fame (Australien) ein. Südamerika wird von Graciela Tejero Coni vom Museo de la Mujer (Buenos Aires/Argentinien) und Europa von Bettina
Bab vom Frauenmuseum Bonn (Deutschland) vertreten. Das Komitee bereitet u.a. die Statuten für den Verband der Frauenmuseen weltweit vor.

Solidarität mit iranischen Frauen
Aus aktuellem Anlass solidarisierten sich die Teilnehmerinnen mit dem geplanten iranischen Frauenmuseum: Die Gründungsdirektorin Mansouréh
Shojaiee durfte leider nicht ausreisen. Die Konferenzteilnehmerinnen schickten ihr ein Solidaritätsschreiben, unterzeichnet von allen anwesenden Frauenmuseen.
Die nächste Konferenz findet im Mai 2010 in Buenos Aires, Argentinien statt. Geplant ist dort u.a. die Gründung eines Verbands der
Frauenmuseen weltweit. Diskutiert wird dann auch die Frage nach der eigenen Sektion „Frauenmuseen“ im internationalen Museumsverband (ICOM).

Dokumentation und Katalog
Untergebracht waren die Teilnehmerinnen in Bonn übrigens im Kunsthotel „Dormitorium“, dessen Zimmer eigens von Künstlerinnen für die internationalen Besucherinnen gestaltet wurden. Eine Dokumentation zu dieser einmaligen Ausstellung erscheint in Form eines Katalogs Ende Oktober.
Der zweisprachige Katalog zur ersten Weltausstellung der Frauenmuseen IDOLE - ROLE MODELS - HELDINNEN kann beim Frauenmuseum unter
frauenmuseum@bonn-online.com zum Preis von 20 Euro plus Versandkosten bestellt werden.

www.frauenmuseum.de







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