Erstmals bekommt eine Frau den Wirtschaftsnobelpreis
Die amerikanische Umwelt-Ökonomin Elinor Ostrom ist die erste Frau in der Geschichte des Nobelpreises für Wirtschaft, die mit diesem Preis ausgezeichnet wird.
Das gab das schwedische Nobelpreiskomitee am 12. Oktober bekannt. Neben der Wirtschaftswissenschaftlerin erhält den Nobelpreis auch ihr Landsmann Oliver Williamson.
Common goods
Die beiden diesjährigen Preisträger teilen sich die Dotierung von umgerechnet knapp einer Million Euro. Ostrom sagte laut dpa telefonisch, sie sei "noch völlig schockiert" über die Zuerkennung des Nobelpreises. Ihre Forschungsergebnisse halte sie weiter für aktuell auch bei der Bewältigung der globalen Klimakrise. Laut Nachrichtenagentur Reuters wird die 1933 geborene Ostrom für ihre Arbeit zu Gemeinschaftseigentum ausgezeichnet. "Die Wissenschaftlerin geht dabei der Frage nach, wie öffentliche Güter - etwa Weideland oder Fischgründe - durch Nutzergemeinschaften verwaltet werden können. Dabei widerlegte sie die gängige Theorie, wonach Gemeinschaftseigentum von den Nutzern ausgebeutet wird und deswegen entweder reguliert oder privatisiert werden sollte."
Für polyzentrische Systeme
Das erste Interview in Deutschland hat Thomas Fischermann für die Zeit online mit ihr geführt. Darin erläutert die Wissenschaftlerin, warum sie für polyzentrische Systeme plädiert und damit für regionale Lösungen zum Schutz der Ressourcen und des Klimas:
"Man sollte Leute auf verschiedenen Ebenen mit Regeln experimentieren lassen, die zum Ziel haben, unsere Ressourcen in einem guten Zustand zu belassen. Damit haben Sie mehr Erfolg als etwa die Europäische Union mit ihrem Versuch, eine einheitliche Fischereipolitik für die Meere ringsherum festzulegen. Das ist keine besonders gute Idee."
Und in Deutschland?
Eine deutsche Nobelpreisträgerin für Wirtschaft ist nicht in Sicht, schreibt die Financial Times Deutschland. Autorin Marion Schmidt weiß auch warum. Der Grund dafür ist: männlich
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