Deutscher Solarpreis für KAÏTO und Heidi Schiller
Die KAÏTO GmbH erhielt Mitte Oktober den Deutschen Solarpreis. Damit geht die Auszeichnung in der Kategorie „Eine-Welt–Zusammenarbeit“ erstmals an ein Wirtschaftsunternehmen. Heidi Schiller heißt die Gründerin und Inhaberin der KAÏTO Projekt GmbH.
"Investieren statt spenden" ist das Motto des Unternehmens, das darauf spezialisiert ist, Unternehmen auf dem Weg nach Afrika zu unterstützen. Gemeinsam mit den Kunden entwickelt man Projekte, die sich wirtschaftlich sowohl für die deutschen Unternehmen als auch für die Betroffenen in Afrika rechnen. Dabei sind die Projekte als langfristige und wirtschaftlich sinnvolle Investitionen geplant, die gleichzeitig einen sozialen Nutzen für die Menschen vor Ort haben.
Den Solarpreis erhielt KAÏTO für seine „Energie–Kioske“, die speziell für das ländliche Afrika entwickelt wurden. Ein solcher Kiosk ist eine kleine dezentrale Dorfstromanlage auf Basis von Solarenergie. Gegen Bezahlung können die Dorfbewohner dort „Strom tanken“ und beispielsweise Lampen, Mobiltelefone und Batterien aufladen und so ihren primären Energiebedarf decken. Das Modell entstand in enger Abstimmung zwischen dem deutschen Unternehmen und den heutigen Kunden und Geschäftspartnern im Senegal.
In der Laudatio heißt es „Kaïto steht für flächendeckende Lösungen in der ländlichen Elektrifizierung. Mit lokalen Mitarbeitern und gezielten Investitionen trägt Kaïto zum Aufbau der lokalen Wirtschafts- und Infrastruktur bei, schafft Arbeitsplätze und damit Perspektiven in strukturschwachen Regionen.“ Bereits durch die Energie-Kioske selbst entstehen Arbeitsplätze: Betreiber und KAÏTO-Partner ist ein lokaler Unternehmer, lokale Elektriker übernehmen sowohl die Installation als auch die Wartung der Anlagen. Sie wurden von Kaïto ausgebildet und sind in der Lage, auch Aufträge anderer örtlicher Betriebe anzunehmen.
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