Preise in Sachsen-Anhalt

14.05.2010

Rosemarie Appel, Geschäftsführerin der Börde Käse GmbH, wurde auf der InterUnternehmerinnenkonferenz in Sachsen-Anhalt mit dem Unternehmerinnenpreis 2010 ausgezeichnet.



Der zweite Preise ging an Hiltrud Neidhardt, Geschäftsführerin der Pharmazeutische Kontroll- und Herstellungslabor GmbH, Halle (Saale). An Cornelia Heidrich, Geschäftsführerin von PFLEGE mobil Cornelia Heidrich, Bitterfeld-Wolfen, wurde der dritte Preis vergeben.

130 Jahre Tradition

Die Börde Käse GmbH blickt auf eine 130 Jahre lange Tradition zurück. Gegründet im Jahre 1879 wurde das Unternehmen reprivatisiert 1992 von Rosemarie Appel und H.-Peter Dietrich  übernommen. Wirklich überraschend war dieser Schritt für Rosemarie Appel nicht. „Ich bin in einem Privatunternehmen aufgewachsen und dadurch geprägt worden."

Arbeitsplätze sichern

Seit dem Abschluss ihres Studiums zum Diplom-Ing. der Milchindustrie war sie in der noch damaligen E. Appel KG tätig. Das Unternehmen war ihr also zum Zeitpunkt der Übernahme seit zehn Jahren vertraut. Trotz dieser Voraussetzungen waren die ersten Jahre auch für Rosemarie Appel nicht die leichtesten. „Der Neuanfang in der Marktwirtschaft zur Wendezeit, die abgebrochenen Absatzmärkte und eine erschwerte Finanzierung durch die Banken (Kredite) machten und bereiten es einem oft nicht leicht. Problematisch empfinde ich noch immer die Anerkennung eines Unternehmens aus den neuen Bundesländern und seine Produkte im gesamtdeutschen Markt. Aber der Wille, das seit über 100 Jahren bestehende Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern, treibt mich immer wieder nach vorn", berichtet die tatkräftige Unternehmerin.

Zu große Schritte vermeiden

Bereut hat Rosemarie Appel den Schritt zur Selbständigkeit nie. „Es ist jedoch wichtig, eine schrittweise und stabile Entwicklung des Unternehmens vorzunehmen, d. h. möglichst zu große Entwicklungsschritte zu vermeiden. Es sollte auf keine Überfinanzierung durch Banken geachtet werden und nach Möglichkeit ein hoher Eigenkapitalanteil geschaffen werden. Eine ständige Kontrolle der Kosten und Rendite ist zwar zeitaufwendig, jedoch unerlässlich", rät sie zukünftigen Unternehmerinnen.
Sie hat all diese Punkte beachtet und plant nun den Ausbau des  Marktes in ganz Deutschland und des weltweiten Exportes. Dabei steigt der Umsatz kontinuierlich an.

Sonderpreis "Kreativ"

Der Sonderpreis „Kreativ" geht in diesem Jahr an die junge Textildesignerin Susan Krieger. Die Hallenserin studierte an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein und entwirft und fertigt unter ihrem eigenen Label „Lydia in St. Petersburg" einzigartige Tapeten, Taschen und Möbel. Mit Hilfe des Handsiebdrucks fertigt sie Unikate in ungewöhnlicher Gestaltung mit oxydierten Metalloberflächen, was dem Produkt eine unverkennbare Patina verleiht. Diese Form- und Farbvielfalt der Oberflächen ist durch die Industrie nicht kopierbar.

„Mit dem Sonderpreis wollen wir die unternehmerische Initiative junger Landeskinder würdigen, die durch ihr Engagement zur Stärkung und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Sachsen-Anhalt beitragen. Die Preisträgerin zeigt, dass es sich lohnt, schon in jungen Jahren die berufliche Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Wichtig sind dabei pfiffige Ideen, Mut und viel Eigeninitiative. Dies alles zeichnet Frau Krieger aus. In ihren außergewöhnlichen Produkten vereint sie Eleganz und zeitlose Ästhetik", sagte Haseloff bei der Verleihung des Preises.

 

www.interunternehmerin.de







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