Blicke ins Grüne

Annette Diekmann-Müller
Blicke ins Grüne
Schreibende Frauen und ihre Gärten von Bettina von Arnim bis Virginia Woolf 
Thorbecke 2010
136 S., EUR 24,90



„Sie alle saßen an einem Schreibtisch, blickten in ihren Garten, hatten (mehr oder weniger) Zeit und Muße Texte zu verfassen ..." Schriftstellerinnen und ihre Gärten, das ist nicht einfach eine Ortbeschreibung, sondern ein Hinweis auf Autorinnen und eine ganz besondere Inspirationsquelle. Bettina von Arnim, Annette von Droste-Hülshoff, George Sand, Emily Dickinson, Elisabeth von Österreich, Frances Hodgson Burnett, Selma Lagerlöf, Edith Wharton und Virginia Wollf - sie alle blickten nicht nur ins Grüne, sie planten und pflegten einen Garten und schrieben Texte über die Natur, die sie umgab.

Da diese im biografischen Kontext oft besser und anders zu verstehen sind, hat Annette Diekmann-Müller in ihrem Buch „Blicke ins Grüne" der thematischen Auswahl von Originaltexten immer auch die Biografien der Frauen vorangestellt.

So erzählt sie von Bettina von Armin, die das Landleben nicht ertrug, mit sieben Kindern in Berlin lebte und in Briefen und pendelnd die Beziehung zu ihrem Mann Arnim pflegte. Die glühende Verehrerin Goethes beginnt spät zu schreiben, sie verfasst Briefromane, setzt sich für verfolgte Politiker und Künstler ein und war eine unbequeme Person. Wer sich in ihren Garten träumt, schreibt Annette Diekmann-Müller, kommt ihrem Lebensgefühl näher.

Selma Lagerlöf war nicht nur Autorin, die mit dem ursprünglich als Schulbuch verfassten Niels Holgersson mit den Wildgänsen weltberühmt wurde und 1909 als erste Frau den Literaturnobelpreis erhielt. Selma Lagerlöf war auch Gutsbesitzerin und durch die landwirtschaftliche Arbeit der Natur eng verbunden. Gemeinsam mit der Gartenarchitektin Ruth Brandberg wollte sie mit ihrem Garten ein Gesamtkunstwerk schaffen.

Die Biografien der Schriftstellerinnen im Spiegel ihres Gartens zu sehen, ist ein reizvolles Unterfangen. Damit ist dieses Buch eine schöne Einladung, sich den Texten der Schriftstellerinnen aus dem 18. und 19. Jahrhundert (erneut) zu nähern. Man kann es - wie Annette Diekmann-Müller - auch mit George Sand sagen: „Der Künstler kann bestenfalls hoffen, die Menschen, die Augen haben, ebenfalls zum Sehen zu bringen. So seht doch die Schlichtheit, ihr alle, seht den Himmel und die Felder und die Bäume ...  Ein wenig werdet ihr sie in meinem Buch sehen, aber sehr viel besser in der Natur."

Was aus den Gärten der Schriftstellerinnen geworden ist, bildet den Abschluss eines jeden Kapitels. Zum Teil wurden sie rekonstruiert und sind bis heute zu besichtigen.
Da bewahrheitet sich, was die Autorin sagt: Ein Garten ist ewig. Mit ihrer Textsammlung macht sie nicht nur Gartenliebhaberinnen Lust auf schöne literarische Entdeckungen.

Leseprobe: Virginia Woolf (1882-1941)

Zum existenzielle-Interview mit der Autorin Annette Diekmann-Müller


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