Meine Freundin, die Nonne

Ilka Piepgras
Meine Freundin, die Nonne
Droemer/Knaur 2010
256 Seiten
EUR 19,95
Als junge Mädchen waren sie beste Freundinnen – heute führen sie Leben, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Ilka ist Journalistin und Mutter. Diodora leitet als Äbtissin drei Klöster in Griechenland.
In den siebziger Jahren begegneten sie sich im saarländischen Homburg und wurden schnell beste Freundinnen. Fünf Jahre lang waren sie unzertrennlich. Dann entfernten sie sich voneinander. Ilka Piepgras schlägt die Journalistinnenlaufbahn ein, Charlotte wird an der Kunsthochschule aufgenommen. Doch ein Studienaufenthalt in Naxos verändert Charlottes Leben radikal. Beeindruckt von der Begegnung mit einem Priestermönch vom Berg Athos beschließt sie, sich orthodox taufen zu lassen und in ein griechisches Kloster einzutreten. Ihren alten Namen legt sie ab, fortan heißt sie Diodora. Ihre Familie und ihre Freunde sind fassungslos.
Zwanzig Jahre nach der letzten Begegnung macht sich Ilka Piepgras auf den Weg nach Griechenland zu ihrer Freundin, die mittlerweile als Äbtissin die Verantwortung für rund fünfzig Nonnen trägt. Sie taucht ein in das klösterliche Leben, besucht orthodoxe Gottesdienste, die ihr seltsam fremd sind und die sie zugleich faszinieren. Und sie führt lange Gespräche mit Diodora, um ihre Entscheidung von damals und ihr Leben heute zu verstehen. Am Ende ihrer Reise stellt Ilka Piepgras fest: Die alte Freundin gibt es nicht mehr – aber sie hat eine neue gewonnen. Und nicht nur das: Sie erkennt, dass der Besuch im Kloster ihren Blick auf die Welt unmerklich verändert hat.
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