Frauen erben anders

Marita Haibach
Frauen erben anders
Mutig mit Vermögen umgehen
Ulrike Helmer Verlag 2001
200 S.
EUR 18,50
Als Nora Beck völlig überraschend ein Millionenerbe antritt, steht sie vor einem Berg von Problemen. Mit dem unerwarteten Geldsegen ist sie ein anderer Mensch geworden. Sie gehört jetzt zu den Reichen. Und sie muss sich überlegen, wie sie mit dem Vermögen, das sie nicht einmal selbst verdient hatte, sinnvoll umgehen kann.
Frauen erben anders überschreibt die Fundraising- und Erbschaftsexpertin Marita Haibach ihr jüngstes Buch. Dieser Titel ist zugleich eine Feststellung und ein Programm. Traditionell, so die Autorin, seien Frauen als Erbinnen gar nicht vorgesehen gewesen. „Bislang fehlten positive weibliche Rollenvorbilder.“ Aber Frauen können auch anders erben, wenn sie ihr Vermögen „in die eigene Hand nehmen“ und es produktiv machen.
Mit zwölf Erbinnen hat Marita Haibach intensive Gespräche geführt und kann so die bislang kaum diskutierten emotionalen und sozialen Folgen einer Erbschaft anschaulich machen. Zugleich zeigt sie, welches Gestaltungspotenzial im Geldbesitz steckt. Angesichts der zunehmenden gesellschaftlichen Bedeutung des „Dritten Sektors“ in Deutschland hat für sie dabei vor allem die Erbinnen-Bewegung in den USA Vorbildcharakter.
Marita Haibach liefert weniger einen Ratgeber als ein mit konkreten Vorschlägen verbundenes Plädoyer für „philanthropisches Engagement“: Eigenes Vermögen bietet – nicht nur Frauen – die Möglichkeit, die Gesellschaft aktiv mit zu gestalten.
Gesine Kleinschmit
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