Altersvorsorge für Selbstständige

Isabell Pohlmann
Altersvorsorge für Selbstständige
Stiftung Warentest, Berlin
2. aktualisierte Auflage 2010
224 S., EUR 16,90



Die Rente ist sicher. Den 25 Jahre alten Slogan des damaligen Arbeits- und Sozialministers nimmt heute niemand mehr in den Mund. Die gesetzliche Rente wird im Alter nicht reichen. Privat vorsorgen ist unumgänglich. Weiß jeder, macht aber längst nicht jeder.

Wie Selbstständige vorsorgen können, auch wenn das Geld gerade nach der Gründung knapp ist, erklärt der jetzt neu aufgelegte Ratgeber der Stiftung Warentest „Altersvorsorge für Selbstständige". Schritt für Schritt und sehr nah an der wirtschaftlichen Realität der (kleinbetrieblich) Selbstständigen und Freiberuflichen.

„Nehmen Sie hin, dass Ihr Geld nicht für andere Zwecke zur Verfügung steht", lautet der grundsätzliche Rat von Autorin Isabell Pohlmann gerade für diejenigen, die als Gründer und Gründerinnen auf jeden Euro achten müssen.

Die passende Strategie zur Altersvorsorge erläutert sie dann anhand konkreter Beispiele und für unterschiedliche Branchen. Für Selbstständige ohne gesetzliche Versicherungspflicht, geförderte - auch ältere - Existenzgründer, Selbstständige mit gesetzlicher Versicherungspflicht, Handwerksmeister, Kammerangehörige, Künstlerinnen und Publizisten oder Selbstständige im Nebenjob.

Axel Ahlborg etwa, Restaurant-Gründer, der noch die Kredite bei Brauerei und Bank tilgt und einen Teil der Einnahmen für eine Geschäftserweiterung zurücklegt: Was macht für ihn Sinn? Freiwillige Beiträge an die Rentenversicherung? Eine private Krankenversicherung? Eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Risikolebensversicherung? Ein Riester-Vertrag?

Oder Gritt Gottlob, mit 30 Stunden angestellte Bürokauffrau und selbstständige Reiseleiterin: Muss sie als Selbstständige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen? Die Rente aus der Teilzeit-Tätigkeit wird klein sein. Was kann sie neben einem Riester-Vertrag noch tun, um im Alter abgesichert zu sein?

Erik Ellenbrink, freischaffender Fotograf, hat 10.000 Euro zurückgelegt. Soll er die in einem Riester-Vertrag anlegen, in den er dann monatlich weiter einzahlt?

Was sich wann lohnt und welche Mischung sinnvoll ist, das muss letztlich jeder selbst entscheiden. Dieser Ratgeber aber bietet eine klare und aktuelle Orientierung. Und verzichtet nicht auf eindeutige Empfehlungen: „Frauen und Familien sind in der gesetzlichen Krankenversicherung am besten aufgehoben", heißt es etwa im Kapitel „Geförderte Existenzgründer". Und ebenfalls hier: „Natürlich ist die Altersvorsoge wichtig, doch zunächst sollte gewährleistet sein, dass der Versicherungsschutz ausreicht, damit der Gründer durch eine Krankheit oder ein Missgeschick bei der Arbeit nicht vor dem finanziellen Ruin steht." Also eins nach dem anderen und Schritt für Schritt.

Genau so ist das Buch aufgebaut. Die hohe Kunst der Anlage-Produkte folgt erst im letzten Kapitel. Zum Einstieg und gut zur Orientierung sind die Zusammenfassung der neuen Steuerregeln und die Informationen zur Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Wie wichtig die rechtzeitig Feststellung der Versicherungspflicht ist, zeigt das Beispiel einer mitarbeitenden Ehefrau:

Susanne Sieber bezieht im Betrieb ihres Mannes ein kleines Gehalt und leistet freiwillige Beiträge in die Sozialversicherung. Wird sie aber bei einer Insolvenz oder im Falle einer Erwerbsunfähigkeit als Mitunternehmerin eingestuft, leisten Arbeitslosen- und Rentenversicherung nicht. Ihren Status hätte sie vorher klären müssen.

So ganz nebenbei gibt's auch noch gute Tipps zur Nutzung von Steuervorteilen, Fördermöglichkeiten bei der Gründung oder beim Immobilienkauf, Ideen zum Umgang mit schlechten bestehenden Verträgen und ein gutes Glossar, das nochmals alle Fachbegriffe zusammenfassend erklärt. Ein Muss im selbstständigen Bücherschrank.

(Zum existenzielle-Interview mit Finanztest-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen "Das Geld später umrubeln ...")

 








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