„Außenseiter glauben an ihre eigenen Erfahrungen“
Die Body-Shop-Gründerin Anita Roddick
„Business darf sich nicht nur ums Geld drehen“, sagte Anita Roddick über ihre Einstellung zum Leben und zum Geschäft. Die Body Shop-Gründerin ist am 10. September 2007 gestorben.
The Body Shop/Joel Anderson

(Interview aus: existenzielle 1/2007)
existenzielle: Mrs. Roddick, Sie verkaufen Pflegeprodukte und sind damit eine der reichsten Frauen der Welt geworden. Trotzdem finden Sie, man sollte Feuchtigkeitscremes nicht zu ernst nehmen. Warum?
ANITA RODDICK: Nun, niemand lebt sein Leben für eine Feuchtigkeitscreme. Niemand pflegt eine Beziehung zu einem Shampoo. Beziehungen hat man zu Menschen. Ich wollte etwas mit Wert zu füllen, was eigentlich keinen Wert hat. Kosmetik ist nicht überlebensnotwendig wie Nahrung oder Wasser. Ich entwickle Werte in meiner Arbeit, indem ich Kleinbauern und Frauenkooperativen in den ärmsten Gegenden der Welt unterstütze, in Afrika oder in Indien. Ich kaufe ihnen Rohstoffe ab und verwende sie für unsere Produkte. Das macht für mich Sinn, das gibt mir das Gefühl, lebendig zu sein.
Gibt es Einflüsse, die Sie ermutigt haben, diesen Weg zu gehen?
Ja – die Quäker. Das ist eine religiöse Gemeinschaft, die nach einem bestimmten Grundsatz wirtschaftet: nämlich dem, dass man mit seinen Produkten und Dienstleistungen der Menschheit dienen muss. Ich selbst bin nicht religiös. Aber ich habe von diesen Leuten gelernt, dass sich Business nicht nur ums Geld drehen darf, dass es einen Beitrag für die Gesellschaft leisten muss.
Moral im Geschäftsleben ist notwendig, um erfolgreich zu sein?
Die Wirtschaft ist die größte und mächtigste Institution in der Gesellschaft. Sie ist mächtiger als die Kirche, mächtiger als die Regierungen. Wenn sie gänzlich ohne Moral auskommt, dann helf uns Gott. Alles, was in der Wirtschaft geschieht, berührt das Leben von Millionen Menschen. Grund genug, um ehrenhaft zu arbeiten.
The Body Shop

Zahlt sich das finanziell aus?
Das große Geschäft braucht einen guten Ruf. Geschäftsleute richten sich immer mehr danach, dass viele Kunden ethische Prinzipien haben. Dass sie wissen wollen, ob die Produkthersteller die Umwelt verschmutzen oder nicht, ob sie anständig mit den Angestellten umgehen, ob sie familienfreundlich denken. Nicht die Regierungen, sondern die Menschen verändern die Wirtschaft. Vor allem junge Menschen, die alternative Presse, Menschenrechtsgruppen, progressive Richtungen innerhalb der Kirchen.
Sie sagen von sich selbst, Sie seien eine Außenseiterin. Wie hat dieses Gefühl Ihre Karriere beeinflusst?
Ein Außenseiter zu sein bedeutet, dass du nicht einfach akzeptierst, was man dir in der Schule beibringt, was du in der Presse liest, was die Politiker sagen. Außenseiter glauben an ihre eigenen Erfahrungen. Werte werden durch Erfahrungen geprägt und verändern sich mit ihnen.
Wo haben Sie Ihre Erfahrungen gesammelt?
Für mich war Reisen sehr wichtig. Reisen, das ist eine Art Universität ohne Mauern. Reisen hat mir die Augen geöffnet für die Menschen und ihre Lebensbedingungen in dieser Welt, mehr als Bücher. Sie können natürlich bestimmte Grundsätze auch aus Büchern lernen, aber ich brauchte einfach das wirkliche Leben. Erfahrungen verändern alles.
Moral und Leidenschaft entspringen der Erfahrung …
Ich wollte immer zwei Dinge erreichen mit meiner Arbeit: Produkte entwickeln, das zum einen, natürlich – aber ich wollte auch Freude in die Welt bringen, den menschlichen Geist entfalten helfen. Ich war immer Aktivistin für Menschenrechte und für soziale Gerechtigkeit, als kleine Unternehmerin am Anfang und auch später im großen Geschäft. Alles, was ich wollte, war diesen Stil entwickeln, diese Wirkung erzielen, dieses Denken befördern.
Fühlen Sie sich immer noch als Außenseiterin?
Ja, ganz bestimmt. Ich entwickle ständig Neues, nach meiner eigenen Art, in meiner eigenen Sprache. Wenn darüber gesprochen und geschrieben wird, fühle ich mich immer noch als Außenseiterin. Ich merke aber, dass meine Ideen Flügel haben, dass auch andere Firmen und Gruppen in der Welt sich Ähnliches zutrauen. Man findet zusammen, das macht Spaß. Ein Außenseiter zu sein ist sehr aufregend, denn es hat was Kindliches. Man geht in Opposition zum Rest der Welt. In der Kosmetikbranche ist das ziemlich einfach.
Die profiliert sich ja nicht gerade durch Aufrichtigkeit und ethische Prinzipien.
Wir wollen keine Anti-Aging-Produkte verkaufen, wir wollen die Lust feiern, eine Frau zu sein. Wir wollen nicht von Männern bestimmt werden, wir wollen eine weibliche Stimme, eine weibliche Sprache haben, eine Sprache, die nicht ausschließt, sondern verbindet. Wir wollen keine starren Hierarchien, keine festen Regeln und Vorgaben, wir wollen vernetzt arbeiten. Das bringt Spaß, wirklich.
Die Philosophie des Body Shop richtet sich gegen das branchenübliche Schönheitsideal. Was bedeutet weibliche Schönheit für Sie?
Weibliche Schönheit, das ist Wärme, das ist Offenheit und Neugier, das ist Gefühl, Sensibilität. Für mich bedeutet es nichts, wenn eine Frau nur gut aussieht. Schönheit spiegelt das Herz und die Handlungen eines Menschen wider. Und übrigens sind Schönheitsideale sehr verschieden überall in der Welt. In der westlichen Gesellschaft gelten Sie als schön, wenn Sie groß gewachsen sind, die Japaner finden kleine Frauen schön. In Japan ist der Hals besonders attraktiv. In islamischen Ländern sind es die Hände, die Füße, die Augen.
The Body Shop

Was halten Sie vom westlichen Schönheitsideal heute?
Besonders junge Frauen sind in der Krise. Sie haben zu wenig Selbstbewusstsein. In England trinken sie zu viel, die Zahl der Teenager-Schwangerschaften ist hoch. All das überrascht mich nicht. Wir haben kein Bildungssystem, das den Mädchen vermittelt, dass sie etwas wert sind. Wir haben keine Geschichtsschreibung, die die Rolle der Frauen in der Geschichte feiert, es gibt wenig weibliche Vorbilder in der Politik. Und wenn es sie gibt, dann verhalten sie sich wie Männer.
Auch die Medien verbreiten ein unrealistisches Frauenbild.
Unsere Medienwelt hasst Frauen. Sie beansprucht die Kontrolle über ihr Aussehen, ihren Geist und ihr Geld. Frauen in meinem Alter oder Frauen mittleren Alters erfahren keine Wertschätzung. Die Medien feiern junge Frauen, die um die Zwanzig und leicht zu kontrollieren sind. Dahinter stecken ökonomische Interessen. Auch diese Obsession, dünn zu sein, hat mit Kontrolle zu tun, mit Kontrolle über den weiblichen Körper.
Was sollte sich ändern?
Die Stärke von Frauen wird nicht gesehen, das macht mich traurig. Dabei gibt es sie. Sie finden sie dort, wo Sie sie am wenigsten erwarten, in Indien zum Beispiel, wenn eine Farmerin sich gegen den US-Konzern Montsana zur Wehr setzt, der genmodifziertes Saatgut vertreibt. Sie finden sie in Argentinien, wo Frauen an die Verschwundenen und Verschleppten erinnern. Aber Aktivistinnen werden von der Presse nicht beachtet. Sie sind verschrien, werden als Bedrohung empfunden. Wenn eine Frau von der Gesellschaft akzeptiert werden will, hat sie passiv zu sein und selbstlos. Frauen haben ihren Sinn für Freiheit verloren, sie müssen ihn wiedergewinnen.
Ihre Kritiker bezweifeln, dass man die Welt durch den Verkauf von Produkten verändern kann. Sie sehen in Ihren Prinzipien eine besonders raffinierte, durchaus kapitalismusfreundliche Marketing-Strategie …
Zunächst mal: Kapitalismus ist besser als Kommunismus, vergessen wir das nicht. Außerdem ist er nicht gottgegeben. Männer und Frauen haben ihn gemacht, sie können ihn gestalten und verändern, ihm Bewusstsein geben und Herz: indem sie es ablehnen, Profite zu maximieren um den Preis von Menschenrechtsverletzung und Ausbeutung. Man kann profitabel arbeiten und gleichzeitig einen Beitrag dazu leisten, die wirklichen Probleme in unserer Gesellschaft anzugehen.
Die Realität der großen Konzerne sieht aber oft ganz anders aus …
Im Moment ist dauernd die Rede von Profitmaximierung. Zum ersten Mal in der Geschichte erleben wir, dass ökonomisches Denken alle menschlichen Werte zu ersticken droht, Werte wie Freundlichkeit, Neugier, Fürsorge und Kreativität. Unsere Sprache ist nur noch ökonomisch. Wir haben keine Sprache mehr für Freude, für Kreativität, wir sprechen nur noch davon, wie viel etwas kostet, wie viel jemand einbringt, wie viel man in etwas investieren muss. Der Homo oeconomicus beherrscht die Szene, nicht der Homo sapiens oder der Homo ludens.
Der Konsum steht im Mittelpunkt.
Nicht der Konsum an sich ist falsch, sondern die Art, wie man konsumiert. Man hat die Wahl. Man kann konsumieren, ohne den Planeten auszubeuten, ohne anderen Menschen Schmerz zuzufügen. Das ist möglich. Wenn man Menschen zum Mond schicken kann, muss auch das möglich sein.
Konsumieren ist nichts weiter als eine Form der Kommunikation, sie kann gut oder schlecht sein…
Handel ist die erste Form des zwischenmenschlichen Tauschs. Du hast etwas, ein anderer hat etwas anderes, man tauscht das aus. So sollte es sein. Aber weil heute Wirtschaftsleute das Sagen haben, haben sich die Schwerpunkte verschoben. Reichtum wird um des Reichtums willen angehäuft, zum ersten Mal in der Geschichte.
Sie erwarten etwas anderes von einem Unternehmer. Außenseitertum.
Unternehmer sind Visionäre. Sie sehen Dinge, die andere Menschen nicht sehen. Sie sind keine besonders guten Geschäftsleute und haben nie eine Business School von innen gesehen. Sie sind Weltverbesserer, Agenten der sozialen Veränderung, verrückte Leute. Sie werden von ihrer Idee beherrscht und wollen sie in die Tat umsetzen, sonst nichts. Ihre Sprache ist die der Politik und Poesie, nicht die der Finanzwelt und der Wirtschaft. Sie sagen: Das liebe ich, das ist mir wichtig, das will ich machen. Der herkömmliche Geschäftssinn, der sich nur um die Finanzen dreht, interessiert sie nicht.
Sie haben auch geschrieben: Ein Unternehmer will kein Geld machen, sondern einen Lebensunterhalt schaffen, aus dem Inneren seines Herzens …
Wir erziehen die Kinder in unseren Schulen dazu, Geschäftsleute zu werden. Verrückt ist das. Wir sollten sie dazu erziehen, kontaktfreudig, neugierig und aktiv zu sein, über den Tellerrand hinauszublicken und Dinge zu verändern. Wir sollten sie nicht dazu anhalten, sich kritiklos in militärisch anmutenden Strukturen zu behaupten und darin Geschäfte zu machen. Stattdessen sollten sich die jungen Leute lieber fragen: Worin bin ich wirklich gut? Was interessiert mich wirklich? Daraus sollen sie einen Lebensunterhalt entwickeln, der sie trägt.
Ihnen ist das gelungen. Aber gab es für Sie nicht auch Fehler, Rückschläge, Niederlagen?
Mein größter Fehler war es, an die Börse zu gehen. Leute wie ich sind ziemlich gut darin, kreativ zu sein, Ideen zu entwickeln und durchzusetzen. Das Organisieren liegt uns weniger. Wir kümmern uns nicht gern um Dinge, die man tun muss, um Geschäfte im ganz großen Stil am Laufen zu halten. Wir mögen Intimität, Gemeinschaft. Größe allein ist uns nicht wichtig. Ein kleiner Riese zu sein mit 300 bis 400 Mitarbeitern, das hätte mir genügt. Die Börse war ein Fehler. Dort entstand der Druck, 150 bis 200 Filialen im Jahr zu eröffnen. Ich wollte aber Aktivistin sein, ich wollte nach wie vor, dass meine Geschäfte Stützpunkte sind für Menschenrechtskampagnen und umweltpolitische Aktivitäten …
Welche Konsequenzen haben Sie daraus gezogen?
Ich habe viele Aufgaben Menschen überlassen, die das besser können, mich aus der Organisation zurückgezogen, mich auf das konzentriert, was mir liegt und mir das Gefühl von Lebendigkeit gibt: Kampagnen entwickeln, für Menschenrechte arbeiten. Schaumbäder verkaufen gibt mir dieses Gefühl von Lebendigkeit nicht. Schaumbäder verkaufen, das ist Mittel zum Zweck, damit verdiene ich das Geld für die Kampagnen mit Amnesty International, Greenpeace und anderen.
The Body Shop
Ihre aktuelle Kampagne richtet sich gegen häusliche Gewalt …
Das Thema „Häusliche Gewalt“ beschäftigt uns schon seit zwölf oder dreizehn Jahren in vielen Ländern. In vielen Fällen haben wir Gesetze verändert. In Kanada konnten wir bewirken, dass häusliche Gewalt als Verbrechen behandelt wird, so auch in Malaysia, in Indonesien. In anderen Fällen haben wir Gelder für Frauenhäuser zur Verfügung gestellt, wir haben Unterrichtsmaterialien für Lehrer entwickelt, und in Deutschland unterstützen wir unter anderem ein innovatives Aufklärungsprogramm für Kinder. Wir schulen Schauspielerinnen und Schauspieler, um in den Schulen mit Kindern zu reden und spielerische Ausdrucksformen zu finden. Häusliche Gewalt ist die am meisten verbreitete, die größte Menschenrechtsverletzung in der Welt. Und neben dem illegalen Waffenhandel und dem illegalen Drogenhandel ist der Frauenhandel das größte illegale Geschäft. Niemand will darüber sprechen, die Männer nicht, auch die Juristen nicht, wir müssen das Thema ins Bewusstsein heben.
Die Moral des Body Shop wird gelegentlich in Zweifel gezogen, weil Sie die Firma an L’Oreal verkauft haben. Wenn man Ihnen in den siebziger Jahren, als Sie Ihr erstes Geschäft eröffnet haben, erzählt hätte, dass Sie das tun würden, wie hätten Sie reagiert?
Damals wusste ich nicht, dass L’Oreal überhaupt existiert, ich kannte nicht einmal den Namen. Und ich hatte auch nie die Absicht, eine riesige Marke ins Leben zu rufen. Mir schwebten zwei, drei Geschäfte vor, mehr nicht. Wie ich reagiert hätte? Nun, vielleicht hätte ich mir die Pulsadern aufgeschnitten. Aber wenn ich mir jetzt überlege, dass ich tatsächlich an L’Oreal verkauft habe, dann bin ich wie elektrisiert. Eine der größten Kosmetikfirmen der Welt wird das beschützen, wofür wir stehen. Eine der größten Kosmetikfirmen der Welt sagt: Bring uns was bei. Bring uns bei, fairen Handel zu treiben. Ich finde das erstaunlich. Ich staune darüber, dass ich eine riesige Kosmetikfirma dazu bringen kann, mit Kleinbauern in Brasilien und Nicaragua zu arbeiten und mit Frauenkooperativen in Afrika. Aufregend ist das! Umgekehrt wird der Body Shop von den technologischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten von L’Oreal profitieren, beim Verarbeiten natürlicher Inhaltsstoffe zum Beispiel.
L’Oreal hat viel Geld für den Body Shop bezahlt …
Das Geld gibt mir die Möglichkeit, das zu tun, was ich immer tun wollte: soziale Projekte unterstützen, die für Menschenrechte kämpfen, für den Schutz der Umwelt, für soziale Gerechtigkeit, gegen Frauenhandel und Kinderausbeutung. Für mich ist das ein Geschenk des Himmels. Etwas Besseres konnte mir gar nicht passieren: Ich habe ein kleines Geschäft eröffnet, Erfolg gehabt, an eine große Firma verkauft, viel Geld dafür bekommen. Das Geld kann ich jetzt dorthin bringen, wo es hingehört, nämlich zu den Schwachen und Benachteiligten. Mir kommt das manchmal vor wie eine spirituelle Reise.
Haben Sie keine Angst, dass L’Oreal Ihre Prinzipien über Bord werfen könnte?
Nein. Ich bin älter geworden und weiser. Ich zweifle nicht daran, dass L’Oreal es ehrlich meint. Sie können nur gewinnen, wenn sie sich verändern. Und sie sind ja bereits auf dem Weg, Tierversuche für ihre eigene Marke zu stoppen, sie haben bereits eine Strategie dafür entwickelt. Sie unterstützen unsere Kampagnen und den fairen Handel. Andere große Kosmetikfirmen tun das nicht, sie sind die ersten. Ich bin sehr, sehr optimistisch. Wir begeben uns in die Höhle des Löwen und verändern die Dinge von innen. Was bringt es, eine kleine Firma zu sein und puristisch an seinen Prinzipien zu kleben, nur weil man unangreifbar und perfekt sein will. Wir müssen Verbindungen eingehen, Partnerschaften suchen. Das ist eine sehr weibliche Art zu denken.
Wie viele Fäden haben Sie heute noch in der Hand?
Ich bin immer noch sehr engagiert. Ich suche immer noch nach natürlichen Inhaltsstoffen und nach Vertriebswegen über den fairen Handel. Ich berate L’Oreal, spreche mit ihnen über unsere Ideen, über unsere Geschichte. Sie respektieren mich sehr, betrachten mich als Autorität. Ich bin sehr zufrieden mit dieser Partnerschaft.
Interview: Brigitte Kohn, Journalistin in München
Zur Person:
Anita Roddick wird 1942 als Tochter italienischer Einwanderer im südenglischen Littlehampton geboren: Kind einer temperamentvollen Außenseiterfamilie. Sie arbeitet als Lehrerin, UN-Angestellte und Hotelbesitzerin, lebt in einem israelischen Kibbuz und reist in Entwicklungsländer. 1976 eröffnet sie den ersten Body Shop in Brighton mit rund 25 von Hand gemischten Produkten in minimalistischer Verpackung.
Bereits 1982 expandiert das Unternehmen mit zwei Neueröffnungen im Monat. 1985 geht Body Shop an die Börse, 1986 gründet das Unternehmen eine eigene Umweltschutzabteilung und startet seine erste große Kampagne „Rettet die Wale“. Zahlreiche Menschenrechts-, Umweltschutz- und Tierschutzkampagnen u. a. zusammen mit Greenpeace und Amnesty International folgen.
1990 wird die Body Shop Foundation zur Unterstützung von Menschenrechts- und Umweltschutzgruppen ins Leben gerufen. 2006 wird der Body Shop Teil der L’Oreal-Gruppe und nicht mehr an der Börse geführt. Die 170 Millionen Euro für den Verkauf fließen in die Stiftung. Der Body Shop hat heute über 2.000 Shops weltweit.
Anita Roddick ist am 10. September 2007 verstorben.
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