Eine Biologin forscht für schöne Haut
Dr. Andrea Pahmeier entwickelt Kosmetik-Produkte
Sie hat mehr als 60 Patente auf dem Gebiet der Biochemie angemeldet, ist eine gefragte Spezialistin. Doch dann geht ihr Unternehmen wegen Mobbings Konkurs. Heute entwickelt sie Cremes, Hautöle und Badesalze, die nicht nur gut duften, sondern auch gut tun.
Sanddorn und Ginseng kommen aus dem Fläming, Ziegenmolke aus dem Oderbruch, Stutenmilch aus der Ostprignitz, Heidelbeeren, Cranberries und Kürbiskernöl aus dem Havelland. Biologin Dr. Andrea Pahmeier weiß genau, was gut für die Haut ist. Sie hat Biologie in Deutschland, danach Biochemie in den USA studiert, dann über die Zelle promoviert. Als Spezialistin für angewandte Zellkulturen und regenerative Medizin entwickelte Dr. Andrea Pahmeier Implantate für Nervenbahnen, die sich selbst auflösen. In Brandenburg baute sie ein eigenes Unternehmen auf, meldete über 60 Patente an. Ihre Produkte sind in der Welt gefragt, erleichtern viele Operationen. Doch dann zahlt ein großer Auftraggeber nicht. Auf schlimmste Weise wird Dr. Andrea Pahmeier von Konkurrenten gemobbt, bis schließlich ihre Firma Konkurs geht. Dr. Andrea Pahmeier steht vor dem Nichts.
Und wagt einen Neuanfang. „Mein Sohn leidet an der Schuppenflechte, mein Bruder hat Neurodermitis. Ich wollte eine Creme entwickeln, die den Juckreiz nimmt." Tage und Wochen zieht sich Dr. Andrea Pahmeier in ihr Labor zurück. Sie wälzt dicke Rezepturbücher, experimentiert mit einem Wirkstoff, der die Feuchtigkeit bindet. Die Creme hilft sofort, das Jucken ist weg. Das motiviert Dr. Andrea Pahmeier weiter zu machen. Sie gründet 2004 die Firma „ticoché". Ihre Erfahrung als Wissenschaftlerin bringt sie heute in die Entwicklung ihrer Kosmetik ein. "Ich verbinde mein Wissen aus der regenerativen Medizin mit jahrhundertealten Erfahrungen aus der Natur."
Wenn sie eine neue Bademilch, ein Hautöl oder eine Creme entwickelt, zieht sie ihren weißen Kittel an, zieht sich in ihr Labor zurück. Zuerst studiert sie alte und neue Rezepturen aus Apotheken. In verschiedenen Serien probiert sie dann die Zutaten aus. "Meine Produkte sind ohne Konservierungsstoffe. Was in der Dose abtötet, tötet auch auf der Haut alles ab. Gesunde Haut braucht aber bestimmte Bakterien." Um auf Konservierungsstoffe zu verzichten, ist daher beispielsweise die Gesichtsmaske in Pulverform. Sie wird portionsweise frisch mit Wasser angerührt. Bis zu einem Jahr Laborarbeit vergeht, bevor neues Produkt reif für den Markt ist. Einige der Produkte wurden vom Institut DermaConsult bei 50 Probanden getestet. Das Ergebnis: absolut hautverträglich!
Damit die Inhaltsstoffe der Natur-Seife nicht zerkocht werden, lässt Dr. Andrea Pahmeier sie in einem Wärmeschrank langsam reifen. Die natürlichen, fröhlichen Farben kommen aus der Natur: durch Mineralerden, Pflanzenextrakte, Schokolade, echtem Indigo, Algen oder natürliche Pigmente. Farben, die pflegen ohne zu belasten.
Autorin: Jana Schütze
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