„Ich bin angekommen - in meinem Traumjob!"

Eigentlich war Angelika Pooch zum Trainieren zu Mrs.Sporty gekommen, heute ist sie zweifache Clubbetreiberin

Die Transparente waren nicht zu übersehen. "Nur 30 Minuten Sport 2-3 mal die Woche und Sie erreichen Ihre Ziele!" „Wie soll das gehen?", fragte sich Angelika Pooch, die täglich an dem Haus in Berlin-Lichtenrade vorbeikam, in dem ein Mrs.Sporty-Club eröffnete. „Da ist man doch noch nicht mal warm ..." 



Angelika PoochUnd doch wurde sie neugierig, wurde Mitglied, trainierte und war fasziniert von dem Konzept, das sie anfangs so stutzig gemacht hatte: „Dass Frau innerhalb kurzer Zeit so effektive sportliche Leistungen erbringen kann und dafür keine feste Zeit einplanen muss!" 

Sofort beruflich durchstarten

Dass sie vom Mitglied zur Unternehmerin wurde, war dann fast Zufall. Angelika Pooch suchte nach einer neuen beruflichen Herausforderung, sie hatte eine Franchise-Partnerschaft ins Auge gefasst. „Warum nicht eine etablierte Marke nutzen, um sofort beruflich durchzustarten?", so ihre Überlegung. Erfahrungen mit der Selbstständigkeit hatte sie bereits. Mit einem Spielwaren-, Buch- und Kunstgewerbeladen war sie schon einmal selbstständig gewesen, nebenbei hatte sie eine Coaching-Ausbildung gemacht.

Auf einer Unternehmerbörse in Essen nahm sie ihren Sportclub dann erstmals als potenzielles Franchise-Unternehmen wahr. Und wurde prompt angesprochen. „Man sagte mir, dass ich genau der richtige Typ für eine Clubleitung sei: wirtschaftlich denkend, vertraut mit Kundenarbeit und Mitarbeiterführung.", erinnert sich die 46-Jährige - das fehlende nötige Wissen würde ihr von Mrs.Sporty vermittelt werden.

„Dass ich jemals Sport machen werde ..."

Und so geschah es. Im Mai 2009 eröffnete die Berlinerin ihren ersten Mrs.Sporty-Club in Britz und machte damit ihr Hobby zum Beruf - etwas, das sie vorher nie für möglich gehalten hätte. „Ich bin angekommen an meinen beruflichen Zielen", sagt sie überglücklich. Im Club läuft sie zur Höchstform auf: Sie unterstützt Frauen dabei, ihren sportlichen Zielen näher zu kommen und soziale, freundschaftliche Kontakte zu knüpfen. Nichts motiviert sie dabei mehr als die Trainingserfolge, die gemeinsam gefeiert werden.

„Dass ich jemals Sport machen werde ...", hört sie oft von Mitgliedern. Es freut sie, dass die Mrs.Sporty-Clubs Anlaufstellen sind, wo Frauen sich treffen, verabreden, wo eine „extrem loyale Kundschaft" ein und aus geht. Ihr jüngstes Mitglied ist 15 Jahre alt, das älteste Mitglied zählt 86 Lenze und komme dank des Trainings endlich wieder Treppen hoch. „Mir geht das Herz über", strahlt Angelika Pooch, wenn sie davon erzählt.

Nur ein halbes Jahr nach der Gründung übernimmt Angelika Pooch einen weiteren Mrs.Sporty-Club in Lichtenrade. Mit allen Konsequenzen: Zwei Unternehmen managen, doppelte Belastung. „Die größte Schwierigkeit dabei ist es, ein gutes Team zusammenzustellen", erklärt sie. Mittlerweile ist sie mit ihrem Mitarbeiterinnen-Stamm zufrieden, sie hat eine tolle Managerin, sieben Angestellte und bildet aus. Und dann ist da noch ihre Familie, die sie mit Rat und Tat unterstützt. Ihre Mutter ist sogar selbst Mitglied im Frauensportclub.

Als Coach motivieren

„Doch, es gibt ein auch privates Leben neben Mrs.Sporty", versichert Angelika Pooch. „Als Chefin kann ich mich ja auch mal rausziehen aus dem Ganzen". Dass sie eine Coaching Ausbildung hat, hilft ihr im Management und in der Kommunikation - im Team und auch mit den Kundinnen. „Ich rufe auch bei den Damen zu Hause an, wenn sie mal nicht kommen", lautet ihre Motivations-Strategie. Und mit der Leitung von zwei Clubs kann Angelika Pooch selbst über Bewegungsmangel auch nicht klagen. 

 

Ein Beitrag von Mrs.Sporty
existenzielle 11/2010 








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