Focus & Stern halten uns den Spiegel vor ...

Anscheinend war's mal nötig!

22.05.2012, 14:00 von Petra Elgner

Zwei große Deutsche Magazine widmen ihre Titelblätter unserer Haut. Beziehungsweise unserem Umgang mit ihr. Stern Nr. 16 und Focus Nr.19 liefern jede Menge Informationen rund ums „Schöner machen".



Für mich liegt der umfangreiche Artikel von Frau Posche, den sie für den Stern geschrieben hat, ganz weit vorne. Sie wedelt dem Leser nicht ständig mit erhobenem Zeigefinger vor der evtl. zu korrigierenden Nase herum. Sie liefert Informationen über die Möglichkeiten und über die Durchführung. Wer danach immer noch wild entschlossen ist, kann dann wenigstens nicht jammern, er oder sie hätte nichts über Schmerzen, Schwellungen, Narben und vor allem Kosten gewusst. Und die sind hoch. Obwohl, einige Kliniken bieten schon Ratenzahlungen an. Wenn's doch mal etwas mehr geworden ist ...

Selbst bei „normalem" Pflegeverhalten steigen die Instandhaltungskosten enorm. Reichte mit Anfang 20 ein Shampoo aus dem Supermarkt und eine einfache Feuchtigkeitspflege, hat man sich mit Mitte 40 Lichtjahre von der einst zaghaften Investition entfernt. Haar, Gesicht und Körperpflege verschlingen schon etliche Euro. Da erscheint sicherlich so manch einer der einschneidende Weg der Verschönerung auf lange Sicht sparsamer und effektiver.

Was mir aber wirklich unter die Haut geht, ist der Umstand, dass junge Frauen genauso auf die „Du-könntest-besser-aussehen"-Botschaften der operierenden Zunft anspringen. Frauen, die gerade mal 25 Jahre alt sind, frische, glatte Haut haben und mit ihrem Äußeren unzufrieden sind, weil sie angeblich nicht dem „Hollywood-Ideal" entsprechen oder dem, was in irgendwelchen Casting Shows verlangt wird. Ganz ehrlich, das ist doch irre! Eigentlich sollten sie froh sein über ihre Frische und Einzigartigkeit. Doch sie lassen sich an der Stupsnase herumführen und zu Eingriffen verleiten, für die eigentlich die Altersgruppe ihrer Mütter mit Werbefotos von wiederum knusperzarten, superjungen Models animiert werden sollen. Das zweifelhafte Ergebnis kann man ja bereits bei einigen prominenten Töchtern begutachten.

Neulich beim Zahnarzt lag übrigens eine Broschüre aus, die zeigte das sich junge Mädchen eine Zahnlücke zwischen ihre gesunden Schneidezähne fräsen ließen. Nur weil irgendwelche „ Top-Model's" mit eben dieser Lücke als sexy gelten. Tja, die Jungen stehen den Alten in nichts nach. Im Ernst, ich denke ein besonnener Umgang mit diesem Thema ist angebracht. Bloß weil schon fast alles möglich ist, muss man es nicht machen lassen.

Denn wer mit der Natur in den Ring steigen will, um den Kampf ums jugendliche Antlitz zu gewinnen, der hat schon verloren.

Eine entspannte Lebenseinstellung wünscht Euch Eure Petra Elgner

www.petraelgner.de






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03.06.2012, 21:11
Insa Candrix
Petra, ein schöner Beitrag von dir..:)))!!!


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Jeder Pickel ist eine Katastrophe. Das haben viele von uns von klein auf gelernt. Ein schiefer Zahn? Gar nicht gut für die Karriere. Wer schön ist, ist erfolgreicher, heißt es. Kein Wunder also, dass Kosmetikindustrie und Schönheitschirurgie boomen, um Gesichter, Hälse und Brüste glattzuziehen. Dem Mysterium Schönheit geht Petra Elgner in ihrem Blog nach. Als Kosmetikerin begegnen ihr viele Vorurteile - und keinem will sie entsprechen. Sie ist nicht die Schönheitsfee und auch nicht die in jedem Gesicht Fehler suchende Korrektorin. Kosmetik muss gut tun und Spaß machen, darum geht es hier. Gerne und lachend in den Spiegel schauen. Ohne Fehler zu suchen.

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