Pflegen Sie Ihre Werkzeuge

oder: Keine Zeit für eine (kleine) Auszeit?

27.07.2010, 22:42 von Sabine Höhne

Es war nicht einfach die Freundin zu einem Abendspaziergang am Strand zu bewegen. Es sprachen viele Gründe dagegen: Sie habe dazu keine Zeit, sowieso fehlt ihr die Zeit, um alles zu schaffen. Sie schaffe eh nicht genug! Überhaupt komme sie  nicht richtig voran und ihre Kraft lasse nach! Sie habe das Gefühl, da nie wieder rauszukommen! 



„Doch da kommst du wieder raus" versprach ich und überredete sie eine kleine Pause einzulegen und mit mir einen (natürlich nur kleinen!) Strandspaziergang zu machen.

Schon dieser Schritt, aus der Situation herauszugehen, schafft ein Innehalten, eine Verschnaufpause, denn schon durch kleine Veränderungen gewinnen wir mehr Energie, Lebensfreude und Zeit für sich.

Während meine Freundin dem Meeresrauschen lauschte, erzählte ich ihr folgende Geschichte:

 

Karl spaziert durch den nahe gelegenen Wald. An einer Lichtung trifft er auf einen Holzfäller, der sichtlich erschöpft mit schweren Axthieben einen Baum fällen will. Beim Näherkommen bemerkt Karl, dass sich trotz der wuchtigen Schläge nur eine kleine Kerbe im Stamm gebildet hat. Der Holzfäller stöhnt und legt seine Axt für eine kurze Zeit beiseite. Da entdeckt Karl, dass die Axt vollkommen stumpf und an einer Stelle sogar leicht ausgebrochen ist.

Als der Mann mühsam zum nächsten Schlag ansetzt, fragt Karl ihn:

Verzeihen Sie, aber Ihre Axt ist doch stumpf. Warum schärfen Sie sie denn nicht?

Der Mann antwortet ohne inne zu halten:  Denken Sie, ich habe Zeit dafür? Ich habe heute noch drei Bäume zu fällen! Und hebt keuchend zum nächsten Schlag an.

 

Wie gehen Sie mit Ihren Kräften und Ressourcen um?
Pflegen Sie Ihre persönlichen Werkzeuge?

Halten Sie eine Minute inne

Fangen Sie jetzt an, etwas für sich zu tun:

  • Schenken Sie sich selbst einen Blumenstrauß!
  • Verzeihen Sie sich kleine Missgeschicke!
  • Nehmen Sie sich 30 Minuten am Tag Zeit. Nur für sich allein (ein Bad, einen Cappuccino, ein gutes Buch...)!

 

Meine Freundin kehrte vergnügt, erholt und mit neuer Energie an ihren Schreibtisch zurück.
Wir verabreden uns nun regelmäßig zu (nicht nur kleinen!) Spaziergängen am Strand.

 

www.coaching-und-meer.de 






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28.07.2010, 07:41
Helga Höhne
Welch eine Freude dies zu lesen. Gefällt mir sehr gut! Ich werde es beherzigen. D M


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Wer kennt das nicht: Bei einem Strandspaziergang genießen wir die Weite, das Wellenrauschen, den Sand unter den Füßen am sicheren Ufer. Kurzum, wir entspannen uns und unsere Sinne werden aktiviert. Der Blick in die Weite ermöglicht einen Perspektivwechsel, eine Sichtweise mit etwas Abstand. Und wieder zu Hause? Nach dem Urlaub, nach der Auszeit? Alles wieder weg? Das muss nicht sein! Es gibt Möglichkeiten, sich im Alltag kleine Strandoasen zu schaffen und Energietankstellen in den täglichen Terminplan einzubauen. Mit kleinen Tricks und der inneren Haltung ist das ganz einfach, hat aber eine nachhaltige Wirkung auf das Wohlbefinden, des Lebensgefühl und den Erfolg. Es gilt die eigenen Möglichkeiten zu entdecken, zu erweitern und zu realisieren. Wie bei einem Strandspaziergang am Meer. 

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