Sonntag , November 29 2020
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Bratwurst selber machen

Diejenigen, die schon jetzt ihren nächsten Grillend planen und ihre Gäste einmal mit einem ganz besonderen Leckerbissen verwöhnen möchten, können ihre Bratwürste doch einfach mal in Eigenregie herstellen. Dafür ist gar nicht so viel Aufwand notwendig, wie im ersten Moment vielleicht angenommen wird. Die Herstellung der eigenen Bratwurst gelingt schnell und einfach, weshalb sich das „Wursteln“ durchaus auszahlt und auch für Anfänger sehr gut geeignet ist. Es braucht lediglich eine halbe Stunde, bis die eigene Bratwurstkreation hergestellt wurde und genüsslich verspeist werden kann.

Natürlich profitieren auch diejenigen von der eigenen Bratwurst, die gerne wissen möchten, was in ihren Lebensmitteln wirklich drinsteckt. Verwendet werden soweit wie möglich nur natürliche Komponenten. Hinsichtlich der Fleischqualität ist es empfehlenswert, Bio und regional zu kaufen. Dadurch entstehen nicht nur für den Geschmack erhebliche Vorteile.

Eine kleine Wurstfüllmaschine sollte im Idealfall natürlich vorhanden sein. Mit diesen gelingt die Herstellung der eigenen Bratwurst besonders einfach und zügig. Als Alternative kann auch ein Füllaufsatz auf einem Fleischwolf angebracht oder die Fleischmasse in Gläsern abgekocht werden – so wird es möglich, die Bratwurst ganz ohne Darm zu produzieren. Falls die Bratwurst in Eigenregie allerdings in Zukunft häufiger geplant wird, handelt es sich bei einer Wurstfüllmaschine durchaus um eine lohnenswerte Investition.

Diese Zutaten werden für die eigene Bratwurst benötigt

Für ein Kilogramm Bratwurst braucht es:

  • 666 Gramm Schweineschulter
  • 333 Gramm Schweinebauch
  • 20 Gramm Salz
  • 2 Gramm schwarzer Pfeffer
  • 1 Gramm Macis
  • 2 Gramm Majoran
  • 0,5 Gramm Piment
  • 0,5 Gramm Koriandersamen
  • Schweinedarm, Kaliber zwischen 28 und 30

Die nötige Ausstattung

Damit das gegarte Fleisch gewollt werden kann, ist ein Fleischwolf notwendig. Mit diesem wird das Fleisch fein zerkleinert. Damit die Fleischmasse im Anschluss in den Darm gefüllt werden kann, ist ein sogenannter Wurstfüller von Vorteil Für den Fleischwolf gibt es alternativ auch einen Füllaufsatz. Der Tradition nach werden Bratwürste in Naturdärme gefüllt. Sollen die Bratwürste dicker ausfallen, eignen sich Därme im Kaliber 28 /30. Dünnere Bratwürste können mit einem Schaafs Saitling 20/22 gut hergestellt werden.

Anleitung – Bratwurst selber herstellen

Zuerst wird der Schweinebauch und die Schweineschulter so zerteilt, dass diese in den Fleischwolf passen. Daher hängt die Größe von der jeweiligen Fleischwolfgröße ab. Die Fleischstücke werden im Anschluss für ein bis zwei Stunden in den Gefrierschrank gelegt. So gelingt das Wollen einfacher und die Temperatur der Masse wird nicht zu hoch.

Danach kann das Fleisch gewollt werden. Abhängig davon, ob feine oder grobe Bratwürste hergestellt werden sollen, können unterschiedliche Lochscheiben genutzt werden. Mit einer mittleren Lochscheibe werden die Bratwürste ein wenig gröber.

Nun werden die Gewürze in die Fleischmasse gegeben und zwischen drei bis fünf Minuten lang gründlich vermischt. Die Masse sollte niemals zu warm werden, da ansonsten ihre Bindung verloren geht. Im Anschluss muss der Darm auf den Wurstfüllstutzen aufgesetzt werden. Das Fleisch wird in die Füllmaschine oder den Fleischwolf gefüllt und in langsamer Geschwindigkeit durch die Maschine laufen gelassen, bis sie im Darm ankommt. Dann muss die Maschine kurz gestoppt und ein Knoten in den Darm gemacht werden. Dabei kommt es darauf an, dass so wenig Luft wie möglich eingeschlossen wird.

Um das Fleisch in den Darm einzufüllen, muss dieser straff auf dem Stutzen gehalten werden und Stück für Stück immer weiter gefüllt werden. Danach folgt das Abdrehen. Die Länge der Bratwurst kann natürlich ganz individuell festgelegt werden. Das Abdrehen erfolgt immer in entgegengesetzter Richtung, also abwechselnd einmal nach vorne und einmal nach hinten. Nun kann die Wurst auseinandergeschnitten werden und ist damit bereits verzehrfertig. Sie kann gebrüht, gegrillt oder auch eingefroren werden.

Selbstgemachter Senf stellt im Übrigen die perfekte Ergänzung zu der selbstgemachten Bratwurst dar. Natürlich kann auch mit den verwendeten Gewürzen toll herumexperimentiert und so tolle eigene Kreationen geschaffen werden. Der Kreativität sind diesbezüglich keinerlei Grenzen gesetzt – erlaubt ist schließlich, was schmeckt!