Samstag , April 17 2021
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Die Unsicherheit von Frauen beim Thema Geld

Die Unsicherheit von Frauen rund um das Thema Geld ist groß. Neben der großen Angst, dass sie mit dem Thema überfordert sind, gibt es ein weiteres Problem. Vielen Frauen bleibt oftmals kein Geld übrig, um dies in die Vorsorge anzulegen. Allein dies ist ein Grund, weshalb sich viele gar nicht mit dem Thema Finanzen und Geldanlage beschäftigen. Wie auch, wenn es gerade zum Leben reicht. Doch schon mit 25 Euro kann man etwas bewegen, um im Alter finanziell unabhängig zu sein.

Frauen leben häufig am Existenzminimum

Der Anteil der Frauen, die am Existenzminimum leben ist deutlich höher, wie der der Männer. Dabei ist bekannt, dass Frauen fast immer weniger verdienen, als männliche Kollegen. Zudem kommt noch hinzu, dass Frauen oftmals nur halbtags arbeiten, um die Kinder zu betreuen. Doch auch bei einem Vollzeitjob reicht das Geld oft nicht aus.

Aus diesem Grund ist es umso wichtiger so schnell als möglich mit der Vorsorge zu starten. Wer beispielsweise über 40 Jahre lang 25 Euro monatlich in einen ETF-Sparplan investiert, bekommt rund 50.000 Euro. Da auch wieder gute Zeiten kommen, ist es so möglich, die Sparrate aufzustocken, damit man im Alter mehr als 100.000 Euro für die Altersvorsorge hat.

Wo liegt das Problem beim Thema Geld?

Lange Zeit war Geld ein Männerthema. Klar, früher war es ebenso, dass die Männer das Geld verdient und somit auch „verwaltet“ haben. Dies hat sich aber schon längst geändert und Frauen verdienen ihr eigenes Geld.

Es gibt aber noch ein Problem – über Geld spricht man nicht. Während die Jugend heute sehr locker mit dem Thema umgeht, hat die ältere Generation große Probleme damit. Ihr wurde anerzogen, dass über Geld nicht gesprochen wird. Ende. Sobald das Thema auf Finanzen kam, wurde es abgewürgt. Dies hat sich in den Köpfen festgesetzt. Doch auch für Frauen ab 40 oder 50 sollte es wichtig sein, ihre Finanzen selbst in die Hand zu nehmen. Es gibt noch mehr Fakten, warum Frauen beim Thema Geld resignieren.

Das Selbstvertrauen im Umgang mit Geld ist geringer

Laut einer Umfrage von J.P. Morgan schätzt nur ein knappes Drittel das Selbstwertgefühl als gut ein. Bei Männern ist es über die Hälfte. Gleiches zeigt sich aber auch beim Thema Geld. Nur etwa ein Drittel der Frauen fühlen sich im Umgang mit Geld sicher. Frauen haben zwar keine Probleme beim Onlinebanking und fühlen sich gut dabei, beim Vermögensaufbau sieht es allerdings ganz anders aus.

Beim Thema Altersvorsorge sind nur rund 20 Prozent der Frauen sicher und wissen, wie sie vorgehen müssen. Alle anderen fühlen sich mehr oder weniger überfordert. Dabei ist der Vermögensaufbau einfacher denn je. Der Grund ist meist, dass sie sich mit den Finanzprodukten nicht auskennen und deshalb unsicher werden. Doch gerade in Zeiten des Internets ist das Verstehen der Finanzprodukte so einfach wie nie.

Sichere Geldanlage ist das A und O

Während Männer risikobereiter sind, setzt die Damenwelt auf Sicherheit. Auch dies ist ein Grund, weshalb Frauen nur wenige Verluste machen, während Männer hier und da schon einiges an der Börse verloren haben. Doch genau das zeichnet die Frau von heute aus. Nur so lässt sich eine gute Altersvorsorge aufbauen. Allerdings nicht mit einem Tages- oder Festgeldkonto. Hier gibt es kaum noch Zinsen. Das Gegenteil ist sogar bei vielen Banken der Fall – es werden Negativzinsen verlangt.

Da die Sicherheit aber eine hohe Priorität hat, legen die meisten ihr Geld auf ein Tagesgeldkonto. Zinsen von 0,5 Prozent sind hier keine Seltenheit und im Endeffekt ist das Geld wohl unter der Matratze besser aufgehoben. Zählt man noch die Negativzinsen hinzu, vermehrt sich das Geld nicht, sondern verringert sich sogar.

Eine gute Möglichkeit sind ETFs. Diese Indexfonds sind ähnlich wie Aktienfonds, haben aber den Vorteil, dass sie sicherer sind. Mehr zum Thema ETF. Zudem sind sie sehr günstig und es können schon Sparpläne ab 25 Euro angelegt werden. Somit kann sich jeder mit kleinen Beträgen eine stattliche Altersvorsorge anlegen. Zudem können hier Renditen zwischen 4 und 8 % winken – je nachdem wie risikobereit man ist. Zwischen einer Rendite von 0,5 und 8 % liegt dann schon ein gewaltiger Unterschied.

Den inneren Schweinehund bekämpfen

Viele Frauen möchten sich mit dem Thema Geld auseinandersetzen. Oft fehlt die Zeit und wenn diese vorhanden ist, fehlt die Lust. Doch diesen inneren Schweinehund sollte man unbedingt bekämpfen. Es gibt viele gute Bücher, die dabei helfen, sich mit dem Thema Geld auseinanderzusetzen. „Der Finanzwesir“ von Albert Warnecke ist ein solches Buch. Warnecke schreibt sehr locker und nicht so trocken, dass man dabei einschläft. Das Buch ist absolut verständlich und erklärt einfach, was man zum Thema Geldanlage und Vorsorge wissen sollte.

Weiterhin gibt es von Gerd Kommer, dem Finanzguru schlechthin, Podcasts bei Spotify – und zwar jede Menge. Sie haben nur einen Nachteil. Sie sind furchtbar trocken und machen nicht unbedingt Lust auf mehr. Dennoch sollte man sie sich anhören, um zu verstehen. Im Grunde sind die Podcasts auch sehr leicht verständlich und helfen dabei, sich zu informieren. Mit Buch und Podcast hat man innerhalb von wenigen Tagen das Wichtigste zum Thema Geld anlegen und Vorsorge verstanden und kann sich dann endlich mit seinen eigenen Finanzen beschäftigen.

Gerade dieses Thema sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Denn nur wer früh genug mit der Altersvorsorge beginnt, kann im Alter finanziell unabhängig leben. Zudem können auch Frauen mit wenig Geld etwas für die Altersvorsorge tun. Mit nur 25 Euro pro Monat kann schon ein stattliches Sümmchen fürs Alter gespart werden. Aus diesem Grund, ist es Zeit, jetzt damit zu beginnen, sich um die eigenen Finanzen zu kümmern!